Im Einsatz angekommen - Teil II

Stichwort Fahrerarbeitsplatz. Dieser entspricht zu 100 Prozent westeuropäischen Erwartungen. Zudem ist er VDV-konform ausgelegt. Das Zentraldisplay in der Mitte kann nach Kundenwünschen frei programmiert und entsprechend mit den gewünschten Anzeigen belegt werden. Im Fall Dordrecht gibt es links die Geschwindigkeitsanzeige und rechts die Ladeinformationen. Darunter noch einige weiterführende Infos, das war’s. Ist der Bus gestartet, geht es los, natürlich lautlos. Ein elektrischer, hinten links sitzender Zentralmotor treibt über eine Kardanwelle die Hinterachse an. Bei den Achsen setzt Ebusco auf bewährte ZF-Komponenten, vorn ist natürlich eine Einzelradaufhängung verbaut. Die Straßen in und um Dordrecht sind stellenweise in einem sehr schlechten Zustand – gut für den Testfahrer, der konnte nämlich feststellen, dass es natürlich zahlreiche Elemente im Fahrgastraum gibt, die sich ächzend, stöhnend, knarzend und klappernd melden, tatsächlich aber in einer erstaunlich erträglichen Art und Weise und auch nur, wenn Schlaglöcher oder wellige Pisten befahren wurden. Unangenehme Pfeif- oder Heulgeräusche bei Motor oder Wellen: Fehlanzeige.

Die Beschleunigung des Ebusco 2.2 ist erwartungsgemäß ausgezeichnet, hier wird dennoch abgeregelt, zugunsten Fahrgastkomfort und Batterieladung. Etwas gewöhnungsbedürftig ist auf den ersten Metern das recht starke Rekuperieren, wenn man vom Beschleunigungspedal geht, dafür aber profitieren die Akkus bei jeder Verzögerung. Gelegentlich kam es bei Langsamfahrten und Lastwechseln zu kleinen Schlägen im Bereich der Kardanwelle, doch das soll mit einem Software-Update problemlos zu beheben sein, versicherte beim Test der Geschäftsführer.

Geheizt wird der Bus übrigens ausschließlich elektrisch. Über die Wirksamkeit kann an dieser Stelle leider keine Aussage getroffen werden, es war schlicht nicht kalt genug Mitte März beim Test. Dennoch verdient die Klimatisierung eine Erwähnung. Installiert ist ein Wärmepumpensystem von Heavac/Aurora. Dieses erwärmt die Kühlflüssigkeit, die im Bus zirkuliert. Diese Wärmepumpe soll bei bis zu minus 15 Grad Celsius den Bus erwärmen können. Ein Kilowatt Leistung soll zwei Kilowatt Wärme liefern, ist es wärmer, liegt die Umwandelungsrate zwischen drei und vier. Damit arbeitet das System sehr effizient.

(sab)


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