20 Prozent weniger CO2 sind möglich

04.12.2013 16:09 Uhr

Im EU-Förderprojekt „eCoMove“ beschäftigten sich 32 Projektpartner damit, wie man durch die Kombination neuester Car-2-Car- und Car-2-Infrastructure-Technologien das Klima schützen und zugleich die Fahrzeiten in Städten reduzieren kann.

Dabei geht es nicht nur darum, Technologien, sondern auch das Fahrerverhalten sowie das Verkehrs- und Flottenmanagement zu verbessern. Im April 2010 haben sich für das Projekt eCoMove – Cooperative Mobility Systems and Services for Energy Efficiency 32 Partner aus ganz Europa zusammengetan, um das Thema Energieeffizienz im Straßenverkehr anzugehen. Sie setzen voraus, dass es für jede Fahrt in einem bestimmten Fahrzeug theoretisch einen minimalen Energieverbrauch geben muss, der durch zwei Faktoren bestimmt wird: eine perfekte Fahrweise und ein perfektes Verkehrsnetz – beide unter ökologischen Gesichtspunkten optimiert. Der tatsächliche, höhere Energieverbrauch geht unter anderem auf ineffiziente Fahrweise zurück.

Die Fahrweise und den Verkehrsfluss zu optimieren, sind die Ziele von eCoMove. Sie werden erreicht durch die ökologisch optimierte Steuerung des Verkehrs. Dabei wird die Reduktion der CO2-Emissionen um 20 Prozent angestrebt. Auf der Abschlussveranstaltung Ende November wurden die Ergebnisse präsentiert. „20 Prozent weniger CO2 sind möglich, das zeigen die Resultate dieses Leuchtturmprojekts für nachhaltige Mobilität. Auf dem Abschluss-Event konnten die Projektpartner eindrucksvoll demonstrieren, was machbar ist, wenn Technologien, Fahrer, Fahrzeug, Verkehrssteuerung, Tourenplanung und -durchführung auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet optimiert werden und miteinander kommunizieren“, so Dr.-Ing. Thomas Schwerdtfeger, Vorstand des Projektpartners PTV Group.

Die Projektpartner haben Basistechnologien und Anwendungen entwickelt, die Car-2-Car- und Car-2-Infrastructure-Kommunikation nutzen. Diese kooperativen Systemen ermöglichen es, öko-relevante Fahrzeugdaten in Echtzeit mit anderen Fahrzeugen und Verkehrsmanagementzentralen auszutauschen, um den Fahrern zu helfen, Treibstoff zu sparen und die Verkehrssteuerung entsprechend zu verbessern. Sowohl Daten aus Fahrzeugen als auch aus der Infrastruktur wurden zur Optimierung genutzt. Beim Thema Fahrerunterstützung wurden vier Bereiche abgedeckt: Green Routing ermittelt die bestmögliche Strecke auf Basis von statischen und dynamischen Verkehrsinformationen. Dabei spielen „lernende Karten“ eine Rolle, die sich aufgrund früherer Erfahrungen selbst aktualisieren. Der „ecoSmart Driving Assistant“ unterstützt den Fahrer mit der energieeffizientesten Strategie und dynamischen Fahrempfehlungen während der Fahrt. Die Analyse gefahrener Strecken liefert dem Fahrer Feedback zu seinem Fahrverhalten. Abgerundet wird dieser Teil von einer ökologischen Logistikplanung und einem Öko-Bonus-System, das energieeffiziente Fahrer belohnt.

Positive Effekte ergeben sich auch aus dem Zusammenspiel von einer ökologischen grünen Welle, der ausbalancierten Prioritätskontrolle und der ökologischen Routenverteilung. Konkret bedeutet dies, dass Fahrzeuge entsprechend ihrer Energieeffizienz auf Strecken verteilt werden beziehungsweise „grünes Licht“ zur Weiterfahrt bekommen. So sollen Fahrzeuge mit höherem Emissionsausstoß beispielsweise schneller durch die Stadt und hinaus gelotst werden. Das Öko-Autobahn-Management umfasst die Unterstützung bei der Zufahrtsdosierung auf Autobahnen, Geschwindigkeits- und Abstandssteuerung sowie die Optimierung des Reißverschlussverfahrens bei Fahrbahnverengung unter ökologischen Aspekten. Zusätzlich werden Kraftstoffverbauch und die zu erwartenden Emissionen vorhergesagt und Fahrer mit einem ökostrategischen Modell unterstützt.

Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf Englisch unter http://www.ecomove-project.eu/. Unter http://tinyurl.com/ecomove-film ist ein Video zum Projekt abrufbar. (ah)

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