Der für den 27. Oktober geplante Börsengang der Deutschen Bahn wurde vorerst gestoppt und auf zunächst unbestimmte Zeit verschoben, wie Bahnchef Hartmut Mehdorn und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück in einer gemeinsamen Pressemeldung erklärten. "Sobald das Marktumfeld einen erfolgreichen Börsengang möglich macht, sind wir startklar. Die Weichen sind gestellt", erklärten sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der Börsengang an sich stehe aber nicht in Frage, so Steinbrück, ohne einen neuen Termin zu nennen. Die lange geplante und umstrittene Teilprivatisierung ist in den Strudel der weltweiten Finanzkrise geraten. Die Suche nach Investoren sei derzeit massiv erschwert, so Experten. Die Teilprivatisierung der Bahn sei kein Selbstzweck. Sie müsse der Stärkung des Unternehmens und einer Verbesserung des Angebots für die Bahnkunden dienen, erklärte der Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee die Verschiebung des Börsengangs der der DB AG-Tochter Mobility Logistics. 24 Prozent der Transport- und Logistiktöchter sollten über die Börse verkauft werden und einen Erlös von bis zu acht Milliarden Euro bringen „Im derzeitigen Marktumfeld ist ein entsprechender Erlös offensichtlich nicht zu erzielen. Ein Verschleudern von Aktien unter Wert wird es nicht geben. Es ist deshalb unumgänglich, den Börsengang der Bahn zu verschieben“, so Tiefensee weiter. Laut Zeit online seien momentan durch einen Verkauf lediglich Einnahmen von rund vier Milliarden Euro möglich.
Börsengang der Bahn gestoppt
Die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn soll verschoben werden.