Demnach soll das Höchstgewicht für zweiachsige Kraftomnibusse um eine Tonne auf 19 Tonnen erhöht werden, „um verschiedenen Entwicklungen Rechnung zu tragen, etwa des gestiegenen Durchschnittsgewichts der Passagiere und ihres Gepäcks, der neuen durch die Sicherheitsvorschriften vorgeschriebenen Ausstattung oder der neuen Euro-Klasse 6“. Aktuell ist das Gesamtgewicht für zweiachsige Busse in Deutschland auf 18 Tonnen beschränkt. „Erst wenn die Bundesrepublik die Zulassungsvorschriften entsprechend anpasst, gibt es auch grünes Licht für deutsche Busunternehmen und Hersteller“, erklärt Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (bdo). „Der bestehende ,Flickenteppich‘ in den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zeigt, dass die Achslasten und Gesamtgewichte heute von 18 Tonnen bis 20 Tonnen variieren. Baugleiche und identische Busse werden etwa in Tschechien mit 19 Tonnen und in Deutschland mit 18 Tonnen zugelassen“, so Leonard weiter.
Der bdo begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission, das Gesamtgewicht um eine Tonne zu erhöhen. Auch weil sich das Leergewicht der Busse in den vergangenen 20 Jahren um mehr als drei Tonnen erhöht habe. Nach Ansicht des Verbandes wäre eine noch bessere Lösung gewesen, die von den europäischen Busverbänden geforderte Erhöhung auf 19,5 Tonnen zu berücksichtigen. (ah)