Die von der EU geplanten Änderungen bei den Lenk- und Ruhezeiten ab Mai 2007 gefährden nach Ansicht der beiden größten deutschen Omnibus-Verbände die Arbeit der Bustouristik, der Gastronomie und des Hotelleriegewerbe erheblich. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) und der Internationale Bustouristik Verband (RDA) haben eine gemeinsame Resolution verabschiedet und werden europa- und bundesweit gegen die geplante Novellierung der Lenk- und Ruhezeiten vorgehen. Die Resolution wird außerdem an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundesregierung schriftlich übergeben. Unmittelbar vor den anstehenden Abstimmungen zur Novellierung der Lenk- und Ruhezeiten im europäischen Verkehrsministerrat und dem Europäischen Parlament in Brüssel, soll so der volkswirtschaftliche, gesellschaftliche, tourismuspolitische und ökologische Schaden noch abgewendet werden. In der gemeinsamen Resolution weisen bdo und RDA nach, dass die, vom EU-Verkehrsministerrat geforderten Änderungen in der Praxis zu negativen Auswirkungen führen. Die klassische Busrundreise heutigen Zuschnitts (mehr als sechs Tage) wäre so nicht mehr mit einem Fahrer durchführbar. Die Reisedauer müsste wesentlich kürzer sein. Damit würde auch die Auslastung der Hotellerie und der Gastronomie erheblich sinken. Betroffen sind hiervon Städtereisen, Studienreisen, Kultur- und Naturreisen und natürlich würde dies die Hotellerie und Gastronomie insbesondere in der Nebensaison belasten. Vor diesem Hintergrund prognostizieren bdo und RDA eine sinkende Nachfrage nach beförderungs- und touristischen Leistungen und daraus resultierend den Abbau von Arbeitsplätzen im Tourismus-Sektor sowie Einnahmeverluste in der gesamten touristischen Wertschöpfungskette einer Busreise. Den Wortlaut der Resolution ist auf den Homepages der Verbände www.bdo.de und www.rda.de abrufbar. Ansprechpartner sind die Geschäftsführer der Verbände Gunther Mörl (bdo), Tel.: 030 - 24 08 93 - 00 und Dieter Gauf (RDA), Tel.: 0221 - 91 27 72-0
Gemeinsam gegen die EU
bdo und RDA leiten Resolution gegen die Verabschiedung der neuen Lenk- und Ruhezeiten an Bundeskanzlerin Merkel weiter