Schienenersatzverkehr: Bahn setzt Ecovista eine Frist

03.03.2026 10:59 Uhr | Lesezeit: 3 min
SEV B-HH
Ecovista organisiert den Bus-Ersatzverkehr während der umfassenden Sanierung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg
© Foto: picture alliance/dpa | Jens Büttner

Im Streit um den Schienenersatzverkehr zwischen Hamburg und Berlin will die Deutsche Bahn von Ecovista, dass die vertraglich vereinbarten Busse umgehend wieder in den Betrieb gehen.

Die Deutsche Bahn hat dem Dienstleister Ecovista eine Frist gesetzt. Das Unternehmen müsse unverzüglich wieder die vertraglich vereinbarten Busse mit ausreichend Platz und klarer Fahrgastinformation einsetzen, teilte die Bahn mit. „Wir setzen alles daran, für die Fahrgäste eine zuverlässige und qualitativ hochwertige Lösung zu finden, aber wir lassen uns nicht erpressen“, hieß es vom Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte bei der zuständigen Bahn-Infrastrukturtochter DB InfraGo, Gerd-Dietrich Bolte.

Busflotte soll ausgetauscht werden

Ecovista organisiert den Bus-Ersatzverkehr während der umfassenden Sanierung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg. Dafür setzt das Unternehmen rund 200 Busse und 500 Fahrer in den betroffenen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein ein. Am Wochenende hat Ecovista angekündigt, aufgrund von Änderungen beim Fahrzeugleasing die Busflotte auszutauschen. Die neuen Fahrzeuge seien anders foliert als die bisherigen Busse und es komme infolge des Austauschs auch zu Einschränkungen bei der Übertragung von Echtzeit-Fahrdaten.

Busse, die nicht den vertraglichen Bestimmungen entsprechen

Die Deutsche Bahn reagierte deutlich verstimmt. Ecovista plane den Einsatz von Fahrzeugen, die nicht den vertraglichen Vereinbarungen mit der DB InfraGo und den zuständigen Eisenbahnverkehrsunternehmen entsprächen, teilte sie am Wochenende mit. Klar geregelte und mit Aufgabenträgern und Eisenbahnverkehrsunternehmen abgestimmte Qualitätskriterien in Bezug auf Fahrzeugdesign, Ausstattung der Busse und Reisenden-Information würden nicht eingehalten. Die Bahn habe Ecovista daher abgemahnt, hieß es. „Angeblich sind die bisher genutzten Busse sogar noch vor Ort“, betonte Bolte.

HASHTAG


#SEV

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


www.omnibusrevue.de ist das Online-Portal der monatlich erscheinenden Zeitschrift OMNIBUSREVUE aus dem Verlag Heinrich Vogel, die sich an Verkehrsunternehmen bzw. Busunternehmer und Reiseveranstalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet. Sie berichtet über Trends, verkehrspolitische und rechtliche Themen sowie Neuigkeiten aus den Bereichen Management, Technik, Touristik und Handel.