Hamburger Senat beschließt Investitionen in Busverkehr

07.12.2011 13:30 Uhr
Schnellbus, Hamburg
© Foto: HVV

Durch Investitionen von rund 260 Millionen Euro will der Hamburger Senat die Fahrzeiten der Busse deutlich verringern.

Der Hamburger Senat hat am 6. Dezember ein Programm zur Beschleunigung des Busverkehrs beschlossen. Das berichtete der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Demnach will der Hamburger Senat insgesamt in diesem Jahrzehnt 259 Millionen Euro ausgeben. Bis 2020 soll damit auf den Buslinien die Kapazität um bis zu 20 Prozent erhöht werden. Nach Aussage von Wirtschaftssenator Frank Horch sei das geplante Programm dringend notwendig, um dem um fast drei Prozent pro Jahr steigenden Fahrgastaufkommen bei den Bussen gerecht zu werden. Für die Haushaltsjahre 2011/12 will der Senat laut dem Bericht zunächst 18 Millionen Euro in die Busbeschleunigung investieren. Ein entsprechender Mehrbedarf aufgrund „herausragender politischer Priorität“ solle nun bei der Bürgerschaft beantragt werden, sagte Horch. Im noch zu beschließenden Haushalt 2013/14 sollen die einzelnen Ausgabenschritte des Programmes konkretisiert werden. Deswegen prüft der Senat ein Bündel an Maßnahmen, die den Busverkehr schneller und attraktiver machen sollen. Horch nannte als Ziele: „Vorrang für Busse an den Ampeln, moderne Haltestellen, mehr Bussonderspuren, wo es machbar ist.“ In den kommenden fünf Jahren sollen laut dem NDR-Bericht die meistbenutzten Metrobus-Linien 2, 3, 5, 6, 7, 20 und 25 untersucht und der Staupunkt Eidelstedter Platz umgebaut werden. Danach will die Behörde die Linien 1, 23 und 26 prüfen. Mehr Busspuren bedeuten nach Ansicht des Senators keineswegs, dass ganze Straßenzüge für Busse reserviert werden – auf Kosten der Autos. Busspuren soll es vor allem an Kreuzungen geben. Zudem soll geprüft werden, Haltebuchten zurückzubauen, bei denen die Busse sich immer wieder in den Verkehr einfädeln müssen. Stattdessen sollen die Busse im fließenden Verkehr auf der Straße halten, damit sie schneller wieder starten können. In anderen Städten soll man damit positive Erfahrungen gesammelt haben. Die Opposition kritisierte die Senatspläne.

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