WBO: Mehr Unternehmertum für Wirtschaftlichkeit und Effizienz

23.06.2026 15:31 Uhr | Lesezeit: 3 min
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WBO-Präsident Franz Schweizer, Landesverkehrsministerin Nicole Razavi und WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg (v.l.n.r.) bei ÖPNV-Kongress des Verbandes
© Foto: WBO

Beim diesjährigen ÖPNV-Kongress des WBO drehten sich viele Beiträge um die Rolle der Unternehmen im Nahverkehr und dass diese Rolle angesichts leerer öffentlicher Kassen künftig wieder wichtiger werden könnte.

Die Themen Wirtschaftlichkeit und Effizienz standen beim 32. ÖPNV-Kongress des Verbands Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) in Sindelfingen besonders im Fokus. „Weniger bürokratische Hürden, mehr unternehmerische Freiheit und verlässliche Rahmenbedingungen sind der Schlüssel, um die Effizienz und Attraktivität des ÖPNV nachhaltig zu steigern“, appellierte WBO-Präsident Franz Schweizer an die Politik: Schweizer betonte die Bedeutung des gegenseitigen Vertrauens und forderte mehr Mut zum Unternehmertum sowie eine konsequente Einbindung der Verkehrsunternehmen in Entscheidungsprozesse.

Erneuerung des Bündnisses für den Mittelstand

WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg unterstrich dies in Ihrem Vortrag über die Erneuerung des Bündnisses für den Mittelstand: „Mehr Unternehmertum täte dem ÖPNV gut – Wirtschaftlichkeit und Effizienz sind im Mittelstand nicht nur Worthülsen, sondern Tagesgeschäft. In der Erneuerung des Bündnisses für den Mittelstand sehen wir darüber hinaus die Chance, in einem Miteinander von Politik und Wirtschaft die Stärken des Mittelstands besser zum Tragen zu bringen und innovativen, marktgerechten Ideen und Konzepten Raum zu geben, sich zu entwickeln.“ Die wichtige Rolle der mittelständischen Busunternehmen kam zudem in den Podiumsrunden, in denen vertieft über die Zukunft des ÖPNV in Baden-Württemberg diskutiert wurde, zum Ausdruck.


"Mehr Unternehmertum täte dem ÖPNV gut."

WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg


Wissen der Busunternehmen nutzen

„Die Busverkehre sind das Rückgrat des ÖPNV, insbesondere im ländlichen Raum. Wenn wir den ÖPNV stärken, stärken wir auch den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Denn Fachkräfte verlangen neben einem guten Straßennetz auch einen guten Anschluss an Bus und Bahn“, hatte auch Landesverkehrsministerin Nicole Razavi (CDU) in ihrem Grußwort betont. „Die Busunternehmen haben einen großen Erfahrungsschatz für einen guten Busverkehr vor Ort. Dieses Wissen wollen wir gemeinsam nutzen. Dazu brauchen die Verkehrsunternehmen gute Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und möglichst wenig Bürokratie. Auf Landesebene haben wir eine konstruktive und offene Kultur des Miteinanders zwischen Land, Kommunen und Verkehrsunternehmen.“ Razavi zeigte sich überzeugt, dass „wir mit einer Weiterentwicklung des ‚Bündnisses für den Mittelstand‘ den ÖPNV für die Fahrgäste voranbringen können und gleichzeitig einen Beitrag zur Stärkung des Mittelstands in Baden-Württemberg leisten.“


"Die Busunternehmen haben einen großen Erfahrungsschatz für einen guten Busverkehr vor Ort. Dieses Wissen wollen wir gemeinsam nutzen."

Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi


ÖPNV-Kongress behandelt zahlreiche Themen

Zum 32. ÖPNV-Kongress des WBO waren rund 200 Besucher aus Politik und Verwaltung, den Verkehrsunternehmen, den Verbünden und Verbänden sowie aus Wissenschaft, Industrie und dem Dienstleistungssektor in die Stadthalle Sindelfingen gekommen. Weitere Themen auf dem Kongress waren der Antriebstransformation, der Kostenentwicklung – insbesondere vor dem Hintergrund der dramatisch gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise und der Sicherheit im ÖPNV gewidmet.

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