Danach werden die Löhne während der 30-monatigen Laufzeit stufenweise linear um sechs Prozent erhöht. Der neue Lohntarifvertrag Nr. 26 ersetzt ab 1. Juli 2012 den seit 1. Juni 2010 geltenden Lohntarifvertrag Nr. 25 und hat eine Laufzeit von 30 Monaten. Er ist somit erstmalig zum 31. Dezember 2014 kündbar. In der ersten Stufe beträgt die Erhöhung 3,2 Prozent zum 1. Juli 2012. Ab 1. Juli 2013 folgt die zweite Stufe mit 1,4 Prozent und ab 1. März 2014 die letzte Stufe nochmals mit 1,4 Prozent. Darüber hinaus haben sich beide Seiten darauf verständigt, die Laufzeit des seit Mai 2008 geltenden Manteltarifvertrages Nr. 8 ebenfalls bis Ende 2014 zu verlängern. Die Tarifvertragsparteien werden außerdem die Allgemeinverbindlichkeit des LBO-Tarifvertrages Nr. 26 beantragen und eine tarifvertragliche Regelung für Auszubildende und Leiharbeitnehmer anstreben. Zur Annahme des Verhandlungsergebnisses vom 12. Juni 2012 ist eine Erklärungsfrist bis zum 22. Juni 2012 vereinbart worden.
Mit dem Tarifabschluss erhalten die Beschäftigten des privaten Omnibusgewerbes Anschluss an die allgemeine Einkommensentwicklung, obwohl auch die privaten bayerischen Busunternehmen einem außergewöhnlichen Kosten- und Wettbewerbsdruck ausgeliefert sind. Für die Unternehmen konnte mit diesem Ergebnis laut LBO aber auch Planungssicherheit für die nächsten 30 Monate beim größten Kostenblock erreicht werden. Die Personalkosten betragen in den Busbetrieben zwischen 50 und 60 Prozent an den Gesamtkosten. „Die jahrzehntelange Sozialpartnerschaft zwischen LBO und Verdi haben sich auch unter schwierigen Rahmenbedingungen bewährt“ lobt LBO-Präsident Heino Brodschelm das gestrige Verhandlungsergebnis. „Von dem Tarifabschluss profitieren auch die über 700 Millionen Fahrgäste im Linien-, Schüler- und Reisebusverkehr in Bayern.“ (ah)