Den Busunternehmen fehle dafür jegliches Verständnis, hieß es. „Wir sind enttäuscht und geradezu fassungslos angesichts der neuerlichen landesweiten Bus-Streiks. Wir bedauern sehr, dass es vor allem unsere Fahrgäste und insbesondere die vielen Schüler und Berufspendler sind, die in Geiselhaft genommen werden für die Durchsetzung absurder Forderungen von ver.di. Nach einem Lohnzuwachs von über elf Prozent in den letzten zwei Jahren hat niemand mehr Verständnis für solche Forderungen von über zehn Prozent, wie sie Verdi gegenüber den Busunternehmen jetzt erhebt. Denn das den Unternehmen dafür zur Verfügung gestellte Budget hat sich in den letzten Jahren nicht nur nicht erhöht, sondern wird immer weiter reduziert. Schon jetzt bleibt für viele Unternehmen völlig unklar, wie eine Tariferhöhung überhaupt wirtschaftlich verkraftet werden soll. Damit gefährdet Verdi nicht nur den Linienverkehr vor allem auf dem Lande, sondern auch die eigenen Arbeitsplätze und nicht zuletzt den Fortbestand vieler privater Unternehmern", so OVN-Vorsitzender und Verhandlungsführer Klaus Schmidt.
„Wir hatten von der Arbeitnehmerseite gehofft, dass sie – nach bereits vier erfolgten Verhandlungsrunden – nun endlich anfängt zu verhandeln, anstatt eine mögliche Einigung sinnlos zu blockieren. Wir fordern Verdi noch einmal nachdrücklich auf, sich endlich an der Suche nach einer Kompromisslösung zu beteiligen anstatt in Streiks zu erstarren. Streiks können Verhandlungsrunden weder ersetzen noch erleichtern", so Schmidt abschließend. (ah)