Gerade als sie, bereits mit 20 Minuten Verspätung, an der Haltestelle Walhallastraße in Donaustauf losfahren wollte, sah die Busfahrerin Christina Pommerel eine Kröte vor ihrem Fahrzeug. Plattmachen wollte sie das Tier nicht, also stieg sie aus und half der Kröte über die Straße, berichtet die Mittelbayerische Zeitung. Einem Fahrgast gefiel das gar nicht. Am 2. April beschwerte er sich über die 46-Jährige Lebensretterin. Auch ihre Chefs bei der RBO Regionalbus Ostbayern GmbH scheinen keine Tierfreunde zu sein, denn die „Kröten-Affäre“ brachte Pommerel eine Supendierung ein. „Diese Person ist eine Fahrerin, die einen falschen Beruf hat. Sie kommt mit ihren Fahrzeiten nicht zurande. Wir sind Dienstleister. Wenn der Bus schon Verspätung hat, die Stimmung im Bus aufgeheizt ist und ich dann noch eine Kröte einsammle, dann muss ich mich schon fragen lassen, ob ich den falschen Beruf habe“, zitiert die Zeitung ihren Vorgesetzten Max Jobst.
Suspendierung nach "Kröten-Affäre"
Eine Busfahrerin wurde freigestellt, weil sie für eine Kröte bremste.