Eine neue Linie verbindet seit 12. Dezember 2014 Saarbrücken mit Stuttgart (über Pirmasens, Landau, Karlsruhe und Böblingen). In Stuttgart sind Umstiege von und nach München und Neu-Ulm möglich. Die Städte Pirmasens und Landau feiern Premiere im DeinBus.de-Netz. Ebenso Premiere feiert DeinBus.de am Flughafen Köln/Bonn sowie in Düren. Auf einigen Verbindungen von und nach Köln wird zusätzlich zur Haltestelle Köln-Deutz in Zukunft auch der Flughafen Köln/Bonn integriert. „Die Haltestellensituation in Köln ist schwierig und die Stadt Köln plant, in Zukunft alle Fernbusaktivitäten am Flughafen zu bündeln“, so DeinBus.de in einer Mitteilung. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der einzige Fernbusanbieter, der schon jetzt den Flughafen als Destination anfährt und sich zu der neuen Haltestelle bekennt. Alle anderen Fernbusanbieter meiden laut DeinBus.de diese Alternative bisher. Bis auf weiteres bedient DeinBus.de auch zusätzlich Köln-Deutz weiter. Neu im Programm ist auch die Stadt Düren. Hier sind Fahrten von und nach Maastricht in den Niederlanden möglich. Die Abfahrtszeiten eigenen sich besonders gut für Tagesfahrten.
Durch Fahrplanoptimierungen und zusätzliche Abfahrtszeiten auf einigen Strecken ergeben sich außerdem zahlreiche neue Verbindungen. So sind ab sofort zum Beispiel Fahrten von Frankfurt, Heidelberg und Heilbronn nach Villingen-Schwenningen und Freiburg und zurück möglich. Neu sind auch Maastricht–Frankfurt am Main sowie zusätzliche Fahrten zwischen Freiburg und Köln (über Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim, Worms, Bonn, Flughafen Köln/Bonn, Köln).
DeinBus.de gilt als Wegbereiter für den Fernbus in Deutschland. 2009 gründeten drei Studenten das Unternehmen, bereits 2010 sorgte eine Klage der Deutschen Bahn für Aufsehen, mit der die Bahn den drei Studenten das Anbieten von Fernbusfahrten verbieten wollte. DeinBus.de gewann diesen Prozess und durfte weiterfahren. Vor dem Hintergrund des scharfen Verdrängungswettbewerbes und großen Preisdumpings im Jahr 2014 ging dem Pionier, der nicht von großen Investoren oder Konzernen gestützt wurde, die Puste aus. Anfang November musste DeinBus.de Insolvenz anmelden, konnte aber den Weiterbetrieb der Busse sichern.
„Manchmal ist Angriff die beste Verteidigung. Mit der Erweiterung unseres Netzes auch in dieser wirtschaftlichen schwierigen Zeit zeigen wir, dass wir DeinBus.de nicht aufgegeben haben“, erklärt Alexander Kuhr, Gründer und Geschäftsführer von DeinBus.de. Auch die Fahrgastzahlen seien – trotz vorläufiger Insolvenz – stabil. „Unsere Fahrgäste stehen wirklich hinter uns. Sie schätzen DeinBus.de für Qualität, Haltung und Mut und wollen den Markt nicht einigen großen Anbietern überlassen, die dann die Preise diktieren“, ergänzt Gründer Christian Janisch.
Derzeit führt DeinBus.de gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter, Christian Feketija, Gespräche mit mehreren Investoren über langfristige Finanzierung von DeinBus.de. Eine Entscheidung wird noch vor Weihnachten erwartet. (ah)