LHO: Frauen für den Fahrberuf gewinnen

18.09.2026 15:18 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Gerade die Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg ist für den LHO eine besondere Stärke des Arbeitsmarktimpulses
©Foto: Cornelia Pfeiffer / Pro Arbeit

Zu einem Aktionstag in Hessen, der vom LHO mitgestaltet wurde, kamen rund 250 Frauen, um sich über Einstiegsmöglichkeiten, Qualifizierung und berufliche Perspektiven zu informieren. Der Verband zog ein positives Fazit.

Busse kennenlernen, am Fahrsimulator selbst Platz nehmen, mit Busfahrerinnen über ihren Berufsalltag sprechen und direkt mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt kommen: Beim Aktionstag „Frauen fahren Bus“ am 16. September auf dem Freigelände der Willy-Brandt-Halle in Mühlheim am Main drehte sich alles um die Frage, wie mehr Frauen für den Fahrdienst gewonnen werden können. Der Aktionstag fand im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche statt, die vom 16. bis 22. September veranstaltet wird. Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmen (LHO) hat nach dem Aktionstag ein positives Fazit gezogen. 

Signal für die Fachkräftesicherung im ÖPNV

Laut LHO nutzten rund 250 interessierte Frauen die Gelegenheit, sich bei über 20 Verkehrsunternehmen, Bildungspartnern und weiteren Ausstellern über Einstiegsmöglichkeiten, Qualifizierung und berufliche Perspektiven zu informieren. Busse, Fahrsimulatoren, Mitfahrmöglichkeiten und persönliche Gespräche machten den Fahrberuf unmittelbar erlebbar. Der Aktionstag sei „ein wichtiges Signal für die Fachkräftesicherung im öffentlichen Personennahverkehr“, so der LHO, denn: „Frauen sind im Fahrdienst weiterhin deutlich unterrepräsentiert und stellen angesichts des hohen Personalbedarfs ein wichtiges Fachkräftepotenzial dar.“

Branche unmittelbar kennenlernen

„Der Aktionstag hat gezeigt, dass wir Frauen für den Fahrberuf erreichen können, wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, die Branche unmittelbar kennenzulernen und mit den Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Genau solche Begegnungen brauchen wir, wenn wir neue Fachkräftepotenziale erschließen wollen“, sagte Volker Tuchan, Geschäftsführer des LHO. Beim begleitenden Arbeitgeberforum richtete sich der Blick auch auf die Unternehmen selbst. Hier tauschte man sich darüber aus, wie Frauen gezielter für den Fahrdienst gewonnen, gute Rahmenbedingungen geschaffen und Qualifizierungs- und Fördermöglichkeiten sinnvoll miteinander verzahnt werden können.

Zusammenarbeit vieler Akteure

Der hessenweite Arbeitsmarktimpuls „Frauen fahren Bus“ wurde von der Pro Arbeit – Kreis Offenbach (AöR), dem kommunalen Jobcenter des Kreises Offenbach, initiiert. Von Beginn an wurde die Initiative vom LHO begleitet und gemeinsam weiterentwickelt. Beim Aktionstag in Mühlheim brachten sich weitere Akteure aus Verkehrsbranche, Wirtschaft und Arbeitsmarkt ein – darunter Verkehrsunternehmen und Branchenvertreter, Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), die kvgOF, der VDV Hessen sowie die beteiligten kommunalen Jobcenter. Das RKW Hessen und die Agentur für Arbeit Offenbach bereicherten darüber hinaus das Arbeitgeberforum mit ihrer fachlichen Expertise.

Arbeitsmarktimpuls „Frauen fahren Bus“

Gerade die Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg ist für den LHO eine besondere Stärke des Arbeitsmarktimpulses. Verkehrsunternehmen und freie Wirtschaft, Verkehrsverbünde und Branchenverbände, kommunale Jobcenter, Agentur für Arbeit sowie Bildungs- und Qualifizierungspartner bringen unterschiedliche Kompetenzen ein. „Hier wurde nicht nur über Fachkräftesicherung gesprochen – hier haben Verkehrsbranche und Arbeitsmarktakteure gemeinsam gezeigt, wie Zusammenarbeit in der Praxis funktionieren kann“, sagte Volker Tuchan, Geschäftsführer des LHO.

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