Die Feinstaubwerte lägen 2011 höher als 2010, sagte Arno Graff, Fachmann vom Umweltbundesamt, gegenüber der FAZ. Genaue Zahlen wolle die Behörde gegen Monatsende veröffentlichen. Nach Informationen der FAZ lagen die durchschnittlichen Feinstaubkonzentrationen aller deutschen Messstationen auch im Jahr 2011 wieder deutlich über den Werten der vergangenen vier Jahre. Gleichzeitig betont die Tageszeitung jedoch, dass viele andere Faktoren einen weitaus größeren Einfluss auf die Feinstaubkonzentration hätten als Autoabgase. Dazu gehörten vor allem das Klima (Wind, Niederschläge et cetera) oder externe Faktoren wie beispielsweise Waldbrände im Ausland. Eine Studie des Berliner Senats habe ergeben, dass Autoabgase nur knapp ein Fünftel zum Feinstaubgehalt der Luft beitrügen. Wie die FAZ weiter berichtet, seien Wissenschaftler der Berliner Senatsverwaltung zum Ergebnis gekommen, dass die Errichtung der Umweltzonen zur Reduzierung des Feinstaubs beigetragen habe. Die von Autos verursachten Emissionen an Rußpartikeln seien um gut die Hälfte zurückgegangen. Im Artikel der FAZ findet auch das Busgewerbe Erwähnung. Im Namen der Branche fordert Richard Eberhardt, Präsident des RDA Internationlen Bustouristik Verbandes, eine Ausnahmeregelung für Reisebusse. Im Zuge der Diskussionen um die Verschärfungen bezüglich der Einfahrtsbestimmungen für Umweltzonen hat sich der RDA auch dem entsprechenden Forderungskatalog des Landesverbandes Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) angeschlossen. (ah)
Umweltzonen: Ein geteiltes Bild
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am 10. Januar 2012 berichtete, sind die Feinstaubwerte in den letzten zwei Jahren trotz Umweltzonen weiter gestiegen. Nichtsdestotrotz hätte die Errichtung von Umweltzonen zur Feinstaubreduzierung beigetragen.