2014 musste die MVG rund 1,8 Millionen Euro für die Beseitigung von Vandalismusschäden ausgeben. Erfreulich ist jedoch, dass dies – gegenüber dem Vorjahr – einem Rückgang um rund 300.000 Euro beziehungsweise circa 16 Prozent entspricht. Die Gesamtschadenssumme liegt damit am unteren Ende der Bandbreite der letzten Jahre. „Diese Entwicklung bestätigt das Sicherheitskonzept der MVG“, sagt MVG-Chef Herbert König. „Dennoch bleibt der Vandalismus ein teures Ärgernis.“
Ähnlich wie in den Vorjahren entfiel der größte Teil der Schadenssumme, nämlich rund 80 Prozent, auf den Bereich der U-Bahn (circa 1,4 Millionen Euro). Die Schäden im U-Bahnbereich waren gegenüber dem Vorjahr allerdings um rund 20 Prozent rückläufig. Die Schäden bei Bussen und Trambahnen beliefen sich wie bereits 2013 auf rund 190.000 Euro. Schäden an der technischen Infrastruktur (Automatentechnik, Funk- und Fernmeldeanlagen et cetera) machten 2014 etwa 156.000 Euro aus, etwa 10.000 Euro mehr als im Vorjahr. Grund für den Anstieg war unter anderem eine Serie von Vandalismustaten an Liftanlagen. Der Täter wurde gefasst. MVG und U-Bahnwache zeigten 2014 rund 2.000 Fälle von Vandalismus bei der Polizei an. Gut 90 Täter konnten überführt werden, die teilweise für eine ganze Reihe von Graffiti-Schmierereien verantwortlich sind. Gegebenenfalls lassen sich einzelne Sachbeschädigungen auch erst Monate später einem bestimmten Täter zuordnen.
Zur Eindämmung von Vandalismus setzt die MVG unter anderem auf einen zielgerichteten Einsatz der U-Bahnwache (auch verdeckte Ermittler), eine schnelle Beseitigung von Schmierschriften und größeren Beschädigungen sowie Videoüberwachung. (ah)