Brennstoffzellenbusse: ÖBB Postbus übernimmt 35 Busse von MCV

12.05.2026 14:05 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Mit der Auslieferung der MCV-Brennstoffzellenbusse wurde auch eine Wasserstoff-Betriebstankstelle in Betrieb genommen
© Foto: MCV

ÖBB Postbus wird im Bundesland Kärnten ab Juni Brennstoffzellenbusse des Typs MCV C127 FC LE im Regionalverkehr einsetzen.

Die insgesamt 35 MCV-Busse vom Typ MCV C127 FC LE sind künftig auf Regional- und Überlandlinien unter anderem im Unteren Drautal, rund um den Faaker See und Ossiacher See, im Gegendtal, Rosental sowie im Raum Wernberg unterwegs. Mit bis zu 400 Kilometern pro Tankfüllung sind die Wasserstoffbusse laut Hersteller ideal für lange Umläufe und anspruchsvolle Strecken im täglichen Linienbetrieb geeignet. Das Projekt wird gemeinsam vom Land Kärnten und einem breiten Partnerkonsortium aus Verkehrsverbund Kärnten, Gutmann, Kelag sowie ÖBB Postbus umgesetzt. Die Anschaffung der Busse sowie die Errichtung einer Tankstelle wurden im Rahmen des Projekts „DeCarB – Decarbonising Carinthian Bus Transport“, einer Initiative des Landes Kärnten, ermöglicht. Ziel des Projekts ist es, lokal emissionsfreie Antriebstechnologien nachhaltig in den Regelbetrieb zu bringen – auch dort, wo lange Distanzen, topografische Herausforderungen und enge Umläufe den öffentlichen Nahverkehr prägen.

Linienverkehr in anspruchsvoller Geographie

Mit der Auslieferung der Busse am 6. Mai 2026 wurde auch die erste Wasserstoff-Betriebstankstelle in Betrieb genommen. „Was wir hier gemeinsam in einer starken Allianz in Kärnten realisiert haben, ist weit mehr als ein einzelnes Flottenprojekt: Mit der Inbetriebnahme von 35 neuen Wasserstoffbussen zeigen wir, dass emissionsfreie Mobilität auch im Regionalverkehr bereit für den Alltag ist. Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein und wegweisend für künftige Vorhaben im öffentlichen Nahverkehr“, sagte ÖBB Postbus Vorstand Alfred Loidl. „Wir freuen uns außerordentlich, dass unser wasserstoffelektrisches Konzept für den Linienverkehr in anspruchsvoller Geographie bei den Verantwortlichen der Österreichischen Postbus überzeugt hat und bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich für das uns entgegen gebrachte Vertrauen“, fügte Pierre Dellori, Geschäftsleitung von MCV Deutschland, hinzu.

Ein Brennstoffzellenbus für den Überlandeinsatz

Der MCV C127 FC LE vereine „die Vorteile des Low- Entry-Konzepts mit einem wasserstoffelektrischen Antrieb, der so im Markt für den Überlandverkehr neu ist“, sagte der Hersteller über den Fahrzeugtyp. Ein Elektromotor sorge für ein ruhiges Fahrverhalten und zügiges Vorankommen im Überlandbereich mit entsprechenden Reserven am Berg. Das Fahrzeug verfügt über eine vergleichsweise große Batterie mit 117 kWh, eine Brennstoffzelle mit 100 kW Leistung und rund 40 Kilogramm Wasserstoff. Das Sitzlayout ist auf den Überlandverkehr optimiert und bietet in der Ausführung für die Postbus 41 Fahrgastsitze und 27 Stehplätze. Der neue C127 FC LE sei „perfekt für den Überlandlinienverkehr ausgelegt, vor allem da, wo der Einsatz einer elektrischen Ladeinfrastruktur schwierig umzusetzen ist oder sehr hohe Reichweiten in Kombination mit langen Einsatzzeiten und kurzen Standzeiten realisiert werden müssen“, so MCV.

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