In diesem Jahr sollen mehr Busse mit alternativen Antrieben in Thüringer Städten und Kreisen unterwegs sein. Ihre Zahl werde im öffentlichen Nahverkehr auf 46 Busse steigen – dabei handele es sich um Busse mit Elektro- als auch mit Wasserstoffantrieb, teilte das Thüringer Energieministerium in Erfurt mit. Gefördert werde die Anschaffung neuer Busse mit Geld von der EU. Für Gera, Meiningen, Suhl, Leinefeld und Jena würden E-Busse angeschafft. Bereits heute würden Elektrobusse im Wartburgkreis, im Kreis Nordhausen, in Heiligenstadt, Bad Langensalza, Jena sowie in Suhl/Zella-Mehlis fahren. In Weimar setzten die Verkehrsbetriebe geförderte Wasserstoffbusse ein. Auch Fahrzeuge, die nicht mit Geld aus Brüssel gefördert werden, würden von Nahverkehrsgesellschaften betrieben, so das Ministerium.
Förderung dank EU-Mittel
„Elektrobusse machen den Nahverkehr für alle attraktiver. Sie sind modern, leise und umweltfreundlich“, erklärte Energieminister Tilo Kummer (BSW). Verkehrsunternehmen in Thüringen hätten damit gute Erfahrungen gesammelt. „Dank der EU-Fördermittel können wir das Angebot für die Bürgerinnen und Bürger ausbauen, und die Unternehmen dabei finanziell unterstützen.“ Das Förderprogramm gleicht laut Kummer für die Unternehmen die Mehrkosten für die Anschaffung der Fahrzeuge sowie der Ladeinfrastruktur aus.
Förderprojekt in Gera
Eines der größten Förderprojekte in diesem Jahr ist nach Angaben des Ministeriums in der Stadt Gera. Die Verkehrs- und Betriebsgesellschaft Gera (GVB) verstärkte ihre Busflotte und setze dabei auf Elektromobilität. Dafür seien 4,4 Millionen Euro von der EU bewilligt, so das Energieministerium. Damit werde die Anschaffung von zehn neuen Elektrobussen sowie der dazugehörigen Ladeinfrastruktur finanziell unterstützt. Spätestens 2029 würden dann insgesamt 16 E-Busse in Thüringens drittgrößter Stadt im Einsatz sein.