Daimler will Preis für Kamaz drücken

01.10.2008 12:10 Uhr
Daimler will Preis für Kamaz drücken

Daimler will bei Verhandlungen über den Einstieg bei Russlands größtem Lkw-Bauer Kamaz nach Moskauer Medienangaben den Preis deutlich drücken.

Dabei gehe es um 42 Prozent der Kamaz-Aktien, die derzeit im Besitz des russischen Investmenthauses Troika Dialog seien, berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ laut einer dpa-Meldung. Eine Daimler- Sprecherin sagte in Stuttgart, es werde derzeit geprüft, ob das Unternehmen bei Kamaz einsteige oder selbst ein Lkw-Werk in Russland baue. Ende Juli hatte Daimler eine Entscheidung darüber bis zum Jahresende angekündigt. Bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung hätten sich Daimler und Troika Ende Juli auf einen Preis von etwas mehr als zwei Milliarden US-Dollar (1,4 Milliarden Euro) geeinigt, schrieb das Blatt unter Berufung auf Unternehmenskreise. Damals habe der Börsenwert von Kamaz noch bei 3,9 Milliarden US-Dollar gelegen. Er sei aber infolge des Sturzes an der russischen Börse bis zum vergangenen Montag auf 1,76 Milliarden US-Dollar gefallen. Russische Analysten bewerteten das 42-Prozent-Paket mit maximal 740 Millionen Dollar, wie die Zeitung schrieb. Troika Dialog und Kamaz wollten die Informationen nicht kommentieren.

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