Damit soll der Zugang zu den Systemen erleichtert werden. Als wesentliches Optimierungspotenzial wird die Bedienung der Automaten über den Touchscreen gesehen, das sogenannte Benutzerinterface. Höft & Wessel hat den Zuschlag für die Entwicklung dieser Software für Ticketautomaten erhalten.
Die Gesamtlaufzeit des international aufgestellten Projekts APSIS4all – Accessible Personalised Services In Public Digital Terminals for all – beträgt inklusive der Erprobung drei Jahre. Der deutsche Pilot wird unter der Federführung von Höft & Wessel durchgeführt. Die für die Ticketautomaten vom Typ almex.station entwickelte Software wird gemeinsam mit dem in Paderborn ansässigen Verkehrsunternehmen PaderSprinter erprobt. Beteiligt sind zudem der SoVD-Landesverband Niedersachsen e. V. (Sozialverband Deutschland), der die Nutzer vertritt sowie die österreichische Firma CURE, Spezialisten im Bereich Schnittstellendesign. Ein erster Test ist im Jahr 2012 geplant.
Ziel des Projekts ist es, wenig geübten sowie älteren und mobilitätseingeschränkten Personen den Zugang zu Selbstbedienungsautomaten zu erleichtern und somit für die Nutzung zu gewinnen. Für die Fahrgäste soll die Bedienung der Automaten in Zukunft noch einfacher werden. Dazu erhalten die Kunden eine SmartCard mit RFID-Technologie, auf der deren individuelle Bildschirm- und Bedienparameter gespeichert werden. Nach Einlesen der Daten werden durch die Software zum Beispiel Schriftgröße, Farbe und Kontrast des Benutzerinterfaces auf dem großen Touchscreen des Fahrkartenautomaten entsprechend dem auf der Karte gespeichertem Profil angepasst. Die Ticketautomaten stellen sich somit auf die persönlichen Bedürfnisse und Präferenzen des einzelnen Fahrgastes automatisch ein. Ergänzend kann ein Fahrkartenkauf auch durch Nutzung eines NFC-fähigen SmartPhones unterstützt werden. Mit der neuen Software sollen sich die notwendigen Eingaben durch den Fahrgast deutlich verringern. (ah)