"Die Finanzkrise ist für uns deutlich reeller geworden. Es gibt keinen Grund, davon auszugehen, dass es besser wird", so MAN-Chef Hakan Samuelsson. Allein im ersten Halbjahr soll die Produktion an den Standorten München, Nürnberg, Salzgitter und Steyr in Österreich 40 bis 50 Tage ruhen. Dadurch würden im kommenden Jahr etwa 30.000 Lastwagen weniger gebaut. Mit den Einschnitten will MAN die Kosten im Gesamtjahr um rund 30 Prozent drücken. Zunächst würden dafür die Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter genutzt. Danach bleibe notfalls Kurzarbeit. Außerdem werde die Zahl der Leiharbeiter von zuletzt rund 2.000 auf fast null zurückgefahren. Ein Abbau bei der Stammbelegschaft sei weiterhin nicht geplant, so Samuelsson. Den Lagerbestand bezifferte er auf derzeit mehr als 10.000 Lastwagen. Ziel sei es, im ersten Quartal wieder unter die Marke von 10.000 Fahrzeugen zu kommen.
MAN fährt Lkw-Produktion 2009 deutlich zurück
MAN will seine Lastwagen-Produktion im kommenden Jahr nach einem Auftragseinbruch im dritten Quartal deutlich zurückfahren.