Dass Elektro-Busse das Verkehrsmittel der Zukunft im ÖPNV sind, ist relativ unstrittig. Schwieriger wird es bei der Ladetechnologie. Durch das regelmäßige Zwischenladen mit IPT® Charge (Inductive Power Transfer), einem berührungslosen Batterieladesystem, können die Flottenbetreiber günstigere Busse mit kleineren Batterien anschaffen, deren Zellchemie durch häufigere, aber kleinere Ladungen geschont wird und dadurch länger lebt, so der Hersteller von Conductix-Wampfler. Mit dem Betriebskonzept der Gelegenheitsladung muss deutlich weniger Gewicht bewegt werden und es werden keine Fahrten zu Batteriewechselstationen nötig. Dies schlägt sich in der Gesamtkostenbilanz und der Systemeffizienz positiv nieder, verspricht der Hersteller.
Seit 2002 sind in Genua und Turin zusammen rund 30 Elektrobusse mit der IPT®-Technologie der Firma unterwegs. Die italienischen Verkehrsunternehmen AMT und GTT ziehen nach zehn Jahren eine positive Bilanz über die Anwendung im Alltagsbetrieb. Die Busse in Turin fahren zuverlässig 200 Kilometer am Tag, ohne dass sie länger zum Laden stehen bleiben oder in das Depot müssen. Dafür wird die Batterie über Nacht vollgeladen und tagsüber je nach Bedarf und Möglichkeit an entsprechend ausgewählten und ausgerüsteten Haltestellen, je nach Aufenthaltsdauer um etwa 10 bis 15 Prozent zwischengeladen. (akp)