Arbeiten und feiern, wo andere Urlaub machen. In Starnberg, gut 20 Kilometer südwestlich von München, gründete Karl Knötig 1960 das „Südtiroler Ferienwerk“ und am 11. Dezember 1961 die alpetour Touristische GmbH.
So wie im Laufe der Jahre der Alpenraum zu klein für den expandierenden und immer breiter aufgestellten Reiseveranstalter wurde, stieß er mit der analog zum wachsenden Geschäft steigenden Mitarbeiterzahl auch in seinen Büroräumen an seine Grenzen. 65 Jahre später ist Alpetour mit inzwischen über 145 Mitarbeitenden über mehrere Gebäude verteilt, aber das hübsche Starnberg hat er nie verlassen. Was liegt also näher, als hier, an diesem Sehnsuchtsort das 65-jährige Firmenjubiläum zu feiern?
Leinen los auf der MS Starnberg
So hieß es am Samstagabend punkt 19 Uhr „Leinen los“ für rund 270 geladene Gäste auf der gecharterten MS Starnberg: touristische Partner, Kunden und natürlich das gesamte Alpetour-Team. Der Galerie-Katamaran ist das Flaggschiff der Bayerischen Seenschifffahrt, die perfekt organisierte Feier bei hochsommerlichem Wetter hätte also auch ein Programmpunkt in einer der vielen Reisen sein, die Alpetour jährlich für 9.000 Gruppen und 325.000 Reisegäste organisiert. Während der vierstündigen Fahrt wurde fein gespeist und später auf dem überdachten Sonnendeck, das Urlaubsflair versprüht, getanzt, bevor die After-Ship-Party bis spät in die Nacht im Schlosstheater weiterging.
Persönliche und langjährige Kontakte als Erfolgsfaktor
Alpetour-Inhaber Gunther Knötig, der sich mit seinem Bruder Winfried aus dem operativen Geschäft des Familienunternehmens inzwischen zurückgezogen hat, freute sich, dass unter den Gästen auch langjährige Partner sind, mit denen in den 60er-Jahren bereits ihr Vater Verträge geschlossen hätte, die bis heute Basis der Geschäftsbeziehung sind. Es sei „etwas Schönes an der Touristik, dass es eine Branche ist, in der oft die weichen Faktoren den Ausschlag geben“, sagte Gunther Knötig bei seiner Ansprache.
Der neue Geschäftsführer Nick Scharif hob die langjährigen und treuen Kunden hervor, die den Erfolg von Alpetour ausmachen. Erst letzte Woche habe der Reiseveranstalter die Jugendlichen vom einem dreiwöchigen Konfirmandenseminar in Südtirol nach Hause gefahren, diese Geschäftsbeziehung bestehe im nächsten Jahr 60 Jahren, erzählte er in seiner Rede. „Ich finde, dass in der heutigen Zeit, die so schnelllebig ist und sich permanent überholt und in der auch die persönlichen Beziehungen manchmal zu kurz kommen, es umso bemerkenswerter ist, dass wir so schöne und lange Geschäftsbeziehungen haben“, hob Scharif hervor. Immer in den Dialog zu treten und eine für alle Parteien tragfähige Lösung zu finden, sieht er als eines der Erfolgsrezepte von Alpetour.
Angesichts der über 400 Reiseziele weltweit und der 480.000 Reiseteilnehmer, die der Reiseveranstalter in diesem Jahr bewegen wird, ist die Geschichte von Alpetour, die mit einer simplen Reise nach Südtirol begann, noch lange nicht zu Ende erzählt.