Auf den Besler: Zweitschönste Wanderung in Deutschland

15.07.2011 11:10 Uhr
Hörnerdörfer Tourismus GmbH
© Foto: Hörnerdörfer Tourismus GmbH

Das deutsche Wanderinstitut bescheinigt der Bergwanderung auf den Besler den zweithöchsten Erlebniswert aller bisher zertifizierten Premiumwege in Deutschland.

Die Rundwanderung auf den markanten Kalk-Gipfel im grenzüberschreitenden Naturpark zwischen Allgäu und Vorarlberg erreichte 90 Punkte, mehr als doppelt so viele wie notwendig wären, um das Gütesiegel „Alpiner Premiumweg“ zu erhalten. Je höher der Punktwert, desto kurzweiliger, spannender und abwechslungsreicher sei der Weg, erklärt Klaus Erber, Erster Vorsitzender des Deutschen Wanderinstituts. Startpunkt für die dreistündige Bergwanderung auf den 1679 Meter hohen Besler ist der Parkplatz südlich der Herzberg-Alpe an Deutschlands höchster Passstraße, dem Riedbergpass. Hinauf kommt man mit dem kostenlosen Wanderbus, den das Hörnerdorf Obermaiselstein seinen Gästen anbietet. Intensiv war das Bewertungsverfahren während der Vor-Ort-Begehung. In 34 unterschiedlichen Kategorien vom Belag, den Naturerlebnissen und übergreifendem Landschaftsbild bis zur Flora und dem Wege-Leitsystem werden alle 100 Meter rund 200 Merkmale der Wanderstrecke klassifiziert. Die Wanderwege sollen durch die Auszeichnung „Premium“ ein Qualitätssiegel und somit eine Entscheidungshilfe für Wanderer schaffen. Dass die Bewertung verschiedener Wanderwege vom Harz bis ins Allgäu nach denselben Kriterien erfolgt, solle eine gewisse Vergleichbarkeit herstellen. Besonders grandios seien laut Wanderinstitut die wunderschönen Alpen-Panoramen, die sich plötzlich am Ende des ersten Wegabschnitts durch den Bergwald öffnen. Die freien Alplandschaften und Ausblicke in die Berge würden beim Anstieg zum Gipfel immer weiter zunehmen. Eindrucksvoll sei auch, dass der Bergrücken des Besler eine Enklave aus Massenkalk inmitten des Naturparks darstelle, in dem sich prähistorische Fossilien wie Ammoniten finden, die vom maritimen Ursprung der Berge zeugen. Zudem verläuft der Weg zum Gipfel über ein bizarres Kalkplateau mit unzähligen Rippen und breiten Spalten, in denen anspruchsvolle Pflanzen wie der blaue Eisenhut wachsen. (ah)

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