Die Zahl der Fahrgäste beim Hamburger Verkehrsverbund (HVV) verringerte sich um 1,2 Prozent, wie aus dem Mobilitätsmonitor der Verkehrsbehörde hervorgeht. Im ersten Halbjahr 2026 seien 541,1 Millionen Fahrgäste im HVV unterwegs gewesen, teilte ein Sprecher des Verkehrsbunds mit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 547,7 Millionen. Ursächlich für die leicht rückläufige Fahrgastentwicklung seien insbesondere die Auswirkungen der Verdi-Streiks im Spätwinter gewesen, hieß es.
Deutlicher Rückgang beim Radverkehr
Der Radverkehr in Hamburg hat hingegen im ersten Halbjahr 2026 um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum abgenommen. Beim Autoverkehr wurde ebenfalls ein Minus verzeichnet, allerdings nur zwei Prozent. Grundlage der Zahlen sind die Verkehrszählstellen für Kfz- und Fahrradverkehr der Stadt Hamburg, wie es heißt. Für Autos gibt es knapp 300 Zählstellen, für den Radverkehr rund 100. Entsprechende Daten für den Fußgängerverkehr werden nach Angaben des Senats nicht erhoben.
Extremes Wetter und hohe Spritpreise
Der Fahrradverkehr könnte unter dem Wetter gelitten haben, wie meteorologische Daten des Mobilitätsmonitors nahelegen. Demnach betrug die Durchschnittstemperatur zwar unverändert neun Grad, doch die Extreme von 13 Grad Kälte und 39 Grad Hitze lagen im ersten Halbjahr 2026 deutlich über den Werten des Vorjahreszeitraums, als maximal -10 und +34 Grad gemessen wurden. Auch die Zahl der Tage mit Schnee oder Regen stieg von 66 auf 89. Der Pkw-Verkehr litt wahrscheinlich unter höheren Spritpreise. Laut einer im April durchgeführten Umfrage ließ fast ein Drittel der Autofahrer in Deutschland das Fahrzeug öfter stehen.