Die zehnte Festivalausgabe präsentiert sich dabei in besonderer Gestalt: Als krönendes Finale gastiert das traditionsreiche 89. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft in Weimar. Dadurch sind im Frühjahr erstmals über siebzig Veranstaltungen in Thüringen geplant, zu denen die Veranstalter mehr als 20.000 Besucher erwarten. Wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Thüringer Bachwochen ist die Aufführung der Werke Bachs an den historischen Stätten seines Lebens und Wirkens. Renommierte Interpreten stehen während der Bachwochen für erstklassigen Hörgenuss: ob der Schweizer Star-Blockflötist Maurice Steger, der international gefeierte südafrikanische Geiger Daniel Hope, der herausragende niederländische Cellist Pieter Wispelwey oder der begnadete Pianist Martin Stadtfeld – so viel klassische Prominenz lässt die Konzertwahl schon mal zu einer Herausforderung werden.
Neben originalen Schauplätzen spielen auch außergewöhnliche Aufführungsorte eine Rolle: Das Heizwerk in Erfurt, eine Kathedrale des Industriezeitalters, wird zur großen Bühne für Genregrenzen überschreitende Musikereignisse. Mit Michel Godard wird hier ein profilierter Vertreter der französischen Jazzszene seine sehr persönliche Hommage an Bach und Händel zur Uraufführung bringen. Wenn sich den 38 Veranstaltungen der ersten Bachwochen-Hälfte das Bachfest in Weimar anschließt, erwartet das Publikum nicht nur einen Bach-Marathon von 34 weiteren Konzerten – das Bachfest ist auch ein ambitionierter Zusammenklang verschiedener Kulturinstitutionen und Ensembles. Ob bei den Gastspielen des Freiburger Barockorchesters oder der Niederländischen Bachvereinigung, den regionalen Beiträgen von Cantus Thuringia oder den besonderen Formaten der Hochschule für Musik – die Werke Bachs und dessen Sohnes Carl Philipp Emanuel werden in besonderer Weise zu erleben sein. Den Abschluss von Bachfest und Bachwochen bildet am 4. Mai ein Auftritt der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker. Weitere Informationen im Internet unter http://www.thueringen-entdecken.de. (ah)