Das geht aus dem Branchenreport für das erste Halbjahr hervor, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt vorgelegt hat. Die aktuelle Saisonumfrage Tourismus beruht auf knapp 6.300 Antworten von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, Campingplätzen, Reisebüros, Reiseveranstaltern und Busunternehmen. Sie zeigt, dass – außer dem Campingbereich – alle Sparten der Tourismusbranche gegenüber der sehr guten Vorjahressaison nochmals leicht zugelegt haben.
Die Erwartungen sind dagegen gegenüber dem Rekordsommer 2011 etwas gebremst. Im Gastgewerbe zeigen sich große regionale Unterschiede; bei den Touristikunternehmen sind die Erwartungen leicht rückläufig, per Saldo aber positiv. Als Geschäftsrisiko Nummer eins betrachtet die Branche mittlerweile die Preissteigerungen bei den Energieträgern. „Die Unternehmen der Tourismusbranche sind von hohen Energiekosten betroffen – und das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Preise“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der Tageszeitung „Die Welt“. „Unsere Umfrage zeigt, dass fast 80 Prozent der Unternehmen im Gastgewerbe und 96 Prozent der Busunternehmen von hohen Aufwendungen für Energie belastet sind.“ Die Unternehmen investierten daher zunehmend in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, berichtete der DIHK-Hauptgeschäftsführer. „Auf dem Plan stehen Verbesserungen der Beleuchtungs- und Heizungsanlagen, der Gebäudedämmung sowie der Kühlsysteme. Busunternehmen geben mit durchschnittlich über 230.000 Euro das meiste Geld pro Betrieb aus. Damit werden alte Fahrzeuge umgerüstet oder neue, effizientere Fahrzeuge angeschafft." Die Ergebnisse der aktuellen DIHK-Saisonumfrage finden sich weiter unten im Download-Kasten. (ah)
- DIHK Branchenreport erstes Halbjahr 2012 (356.3 KB, PDF)