Der Naturschutzbund NABU hat allen Plänen zum Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung zwischen Puttgarden und dem dänischen Rodby eine klare Absage erteilt. "Eine Brücke über den Fehmarnbelt wäre sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht ein echter Schildbürgerstreich", sagte NABU-Vizepräsident Christian Unselt angesichts der aktuellen Diskussion um eine Unterstützung des Projektes durch die EU. Das auf 4,3 Milliarden Euro geschätzte Bauwerk wäre nach Ansicht des NABU eine große Gefahr für den Vogelzug, der an dieser Stelle besonders intensiv stattfände: "An keiner Stelle in Mitteleuropa bündeln sich die Zugwege der Vögel derart stark wie hier", so Unselt. Wer ein derart sinnloses Prestigeobjekt plane, riskiere das Ende des Mythos Vogelfluglinie. Auch aus verkehrspolitischer Sicht lehne der NABU eine feste Querung ab. "Die Befürworter der Brücke wollen aus einem Urlaubsparadies eine Transitinsel machen", sagte Unselt angesichts der zu erwartenden deutlichen Zunahme des Personen- und Güterverkehrs. Der NABU-Vizepräsident appellierte an das Bundesverkehrsministerium und die Landesregierung in Kiel, das Projekt endgültig zu begraben. www.NABU.de
Naturschutz gegen feste Fehmarnbelt-Querung
Schwere Schäden für die Tierwelt befürchtet