Neue Ausstellung im Schmuckmuseum Pforzheim

18.01.2013 15:12 Uhr
Schmuckmuseum Pforzheim, Ring
© Foto: Schmuckmuseum Pforzheim

„Kleine Dinge – hundertundein Ring“ – diese Ausstellung wird vom 8. März bis zum 9. Juni 2013 im Schmuckmuseum Pforzheim zu sehen sein.

Ringe sind winzige Kunstwerke in sich, es gibt sie in großer Vielfalt: ob Ehe- oder Freundschaftsring, ob als Ausdruck der Trauer, als Amulett oder als Symbol von Macht und Status. Vielfach vereinigen sie auch mehrere Eigenschaften. Während manche in erster Linie dekorativ sind, bergen andere einen tieferen Sinn. Auf einer Fläche von ein oder zwei Quadratzentimetern kann sich eine ganze Welt auftun. Die Ausstellung vom 8. März bis zum 9. Juni aus der eigenen Sammlung des Schmuckmuseums Pforzheim zeigt die Vielgestaltigkeit dieser Kunstwerke im Kleinen und macht sie anhand von Großaufnahmen auch im Detail sichtbar. Sie basiert auf zwei außerordentlich umfangreichen und bedeutenden Privatsammlungen, die das Haus übernehmen konnte. Dies ist zum einen die Sammlung des Frankfurter Industriellen Julius Jeidels, die kurz nach 1900 nach Pforzheim gelangte; zum anderen sind es die drei Sammlungen des Zeichners, Kunstprofessors und Ringfachmannes Heinz Battke, die 1954, 1963 und 1969 erworben werden konnten. Der Eintritt in die Schau ist im Museumseintritt von 3,00 Euro inbegriffen.

Ringe haben weder Anfang noch Ende, sie sind zugleich symbolträchtig und höchst persönlich. „Als Sinnbild engster Verbundenheit ist beispielsweise der Liebesring schon seit drei Jahrtausenden belegt“, erläutert Museumsleiterin Cornelie Holzach. So sollten Schlüsselringe in der Antike die künftige Schlüsselgewalt der Braut symbolisieren, wie eine der Interpretationen dieses schon seit dem 11. Jh. v. Chr. bekannten Ringtyps besagt. Ein diesem Typus nachempfundener zeitgenössischer Schlüsselring stammt von Sebastian Buescher. Ebenfalls Verbundenheit drücken Trauer- oder Gedenkringe aus. Sie sind oft mit Symbolen wie einer Trauerweide, einer Inschrift aus Namen und Todesdatum des Verstorbenen oder auch einer Haarsträhne versehen. Anlässlich der Hinrichtung Karls I. von England 1649 ist ein Gedenkring aus Bein mit einem Sarg und zwei Skeletten entstanden. So genannte Memento-mori-Ringe mit der Darstellung des Sensenmannes oder eines Skeletts erinnern an die Vergänglichkeit des Lebens. Weitere Informationen unter http://www.schmuckmuseum.de. (ah)

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


www.omnibusrevue.de ist das Online-Portal der monatlich erscheinenden Zeitschrift OMNIBUSREVUE aus dem Verlag Heinrich Vogel, die sich an Verkehrsunternehmen bzw. Busunternehmer und Reiseveranstalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet. Sie berichtet über Trends, verkehrspolitische und rechtliche Themen sowie Neuigkeiten aus den Bereichen Management, Technik, Touristik und Handel.