Das Bundesministerium für Verkehr hat eine neue „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ veröffentlicht. Der dazugehörige Förderaufruf beginnt am 21. Mai 2026. Projektskizzen können ab dem 26. Mai 2026 über das Portal easy-Online eingereicht werden. Die Frist endet am 21. Juli 2026.
Nach Angaben des Ministeriums stehen im Bundeshaushalt 2026 erneut Mittel für die Förderung alternativer Busantriebe zur Verfügung. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erklärte laut Ministerium, dass mit dem verfügbaren Haushaltsvolumen die Beschaffung von weiteren rund 1.500 Elektrobussen unterstützt werden soll.
Gefördert werden die Anschaffung oder Umrüstung von Bussen mit Batterie- oder Brennstoffzellenantrieb sowie die dazugehörige Lade- und Tankinfrastruktur. Dazu zählen Batteriebusse einschließlich Batterie-Oberleitungsbusse, Brennstoffzellenbusse sowie Fahrzeuge mit Brennstoffzelle als Range-Extender. Ebenfalls förderfähig ist die Umrüstung konventioneller Busse auf alternative Antriebe.
Neu ist laut Ministerium ein sogenanntes „Skalierungsprogramm“. Dieses richtet sich an Unternehmen, die bereits einen größeren Teil ihrer Busflotte elektrifiziert haben und weitere Fahrzeuge beschaffen wollen. Ergänzend dazu bleibt das bisherige Förderverfahren als „Aktivierungsprogramm“ bestehen.
Die Auswahl der Projekte erfolgt in einem wettbewerblichen Verfahren. Dabei sollen laut Ministerium unter anderem Einsatzkonzepte, Elektrifizierungsgrad und Effizienz des Mitteleinsatzes berücksichtigt werden.
Nach Angaben des BMV wurden seit Einführung der ersten Förderrichtlinie im Jahr 2021 Förderungen für mehr als 5.300 Busse bei rund 330 Verkehrsunternehmen bewilligt. Mehr als 2.300 Fahrzeuge seien bereits im Einsatz.
Die Umsetzung der Förderung erfolgt über die NOW GmbH sowie den Projektträger Jülich. Für den 28. Mai 2026 kündigt das Ministerium zudem eine digitale Informationsveranstaltung zum Förderaufruf an.