Neue Sonderausstellung im Charlottengang der Residenz München

03.05.2013 10:11 Uhr
Sonderausstellung Wagner Residenz München
©Foto: Bayerische Schlösserverwaltung

Aus Anlass des 200. Geburtstags Richard Wagners erinnert das Residenzmuseum in München an die für sein Werk zentrale Beziehung zu König Ludwig II.

Am 4. Mai 1864, vor 149 Jahren, fand in der Residenz München eine schicksalhafte Begegnung statt. König Ludwig II. traf Richard Wagner. Zum ersten Mal standen sich der König und sein künstlerisches Idol, das er durch die Berufung an den Münchner Hof aus höchster finanzieller Not gerettet hatte, persönlich gegenüber.

Im Mittelpunkt der Sonderausstellung, die von 4. Mai bis 21. Juli geöffnet ist, stehen drei jüngst wiederentdeckte, von Wagners Werk inspirierte graphische Blätter aus dem persönlichen Besitz König Ludwigs II. Über die Museumsstiftung zur Förderung der Staatlichen Bayerischen Museen konnten sie aus der Sammlung Max Oppel der Bayerischen Schlösserverwaltung als Dauerleihgaben übereignet werden.  Nach über 125 Jahren werden sie erstmals wieder der Öffentlichkeit präsentiert. „Die Möglichkeit, die Blätter zum Jahrestag der ersten Begegnung von Richard Wagner und König Ludwig II. in der Residenz, dem authentischen Schauplatz dieses Treffens, zu präsentieren, stellt einen Glücksfall dar. Das Wechselspiel von Bühne und gebauter Architektur bestimmte zeitlebens Ludwigs künstlerisches Streben und prägte von Beginn seiner Regentschaft auch die Ausstattung der königlichen Wohnräume in der Residenz.“, erklärte der Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung, Bernd Schreiber, bei der Eröffnung der Ausstellung am 2. Mai in der Residenz München.

Schlaglichtartig zeigen die Graphiken die Begeisterung des Königs für die in München entstandenen Opernprojekte Wagners und seine persönliche Anteilnahme an Aufführungspraxis und Bühnenbildentwurf – mit enormen Folgen nicht nur für die Musik- sondern auch die Kunst- und Architekturgeschichte. Noch im Jahr seiner ersten Begegnung mit Richard Wagner ließ der König den privaten Zugang zu seinem Wohnappartement in der Residenz, den sogenannten Nibelungengang, mit Bildern zu Themen aus Wagners Ringtetralogie ausschmücken. In den folgenden zwei Jahrzehnten entstand eine Fülle bildlicher Darstellungen mit Sujets aus Wagners Opernwelt sowohl für die Ausstattung der Residenz wie der anderen königlichen Schlösser. Weitere Informationen unter http://www.residenz-muenchen.de. (ah)

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