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Von oben herab

© Foto: Swiss Image

Bergbahnen in der Schweiz: Je schneller desto besser, das mag für viele Bereiche des Lebens erstrebenswert sein. Nicht aber bei Bergbahnen, von denen es in der Schweiz unzählige gibt. Sie sind es, die das Gipfelerlebnis für Gruppen bereichern. Schweiz-Experte Tibert Keller berichtet über die News 2009.


Datum:
13.05.2009
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Das langsame Aufsteigen, durch Wälder, über Wiesen, in abschüssigen Felspartien, immer höher, immer mit neuen, überraschenden Ausblicken im Land der Berge und Seen. Sogar die Jungfraubahn hat ihre enthusiastischen Pläne eines unterirdischen Schnelllifts für Blitzbesuche, vor allem im Interesse der Gäste aus Fernost mit ihrem engen Terminkalender, wieder in der Schublade verschwinden lassen. Das Erlebnis Zahnradbahn und die organismusschonende Art der Von oben herab Bergbahnen in der Schweiz: Je schneller desto besser, das mag für viele Bereiche des Lebens erstrebenswert sein. Nicht aber bei Bergbahnen, von denen es in der Schweiz unzählige gibt. Sie sind es, die das Gipfelerlebnis für Gruppen bereichern. Schweiz-Experte Tibert Keller berichtet über die News 2009. Trotzdem werden die streng kontrollierten Bergbahnen ständig erneuert und so in Schwung gehalten. Technische Modernisierungen bringen auch für die Gäste große Vorteile wie bequemere Anlagen und flexiblere Betriebszeiten. Dies schlägt sich auch in tollen Angeboten nieder. Zum Beispiel ein Abendessen im Gipfelrestaurant mit Blick auf einen Sonnenuntergang über Berggipfel und Seen. Dies in einer unvorstellbaren, wohltuenden Stille. Und als krönender Abschluss die nächtliche Heimkehr mit Aussicht auf die langsam näher kommenden Lichter von Dörfern und Städte. Jungfraujoch – Top of Europe. Der Superlativ „Höchste Eisenbahn“ gilt für den Bahnhof von Jungfraujoch wörtlich. Er ist mit 3.454 Meter über dem Meeresspiegel der höchste Europas. Umgeben von ewigem Schnee und Eis liegt das Jungfraujoch – Top of Europe, eingebettet inmitten des Unesco-Weltnaturerbe Gebietes. Wem das nicht reicht, der steigt in den schnellsten Lift Europas zur Sphinx mit der 360 Grad Panorama-Aussichtshalle. Dort sind Ausblicke bis zum Schwarzwald und den französischen Vogesen möglich. Zu Füßen liegt der Aletschgletscher, mit 22 Kilometern längster Eisstrom der Alpen. Hautnahe Einblicke ins ewige Eis eröffnet der frei zugängliche Eispalast mit prächtig ausgearbeiteten Skulpturen und dem Gletscherrestaurant, der die Gäste vollends in eine Wunderwelt entführt. Dank zweier Zahnradbahnen, eine über Grindelwald, die andere über Wengen, lässt sich die unvergessliche Fahrt als Rundfahrt genießen.
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Besonders genussvoll

Besonders genussvoll ist die einzigartige Fahrt im nostalgischen „Eiger Ambassador Express“, den Busreisegruppen bei vorheriger Anmeldung exklusiv buchen können. Charmante Hostessen in Trachten servieren unterwegs feine Köstlichkeiten und wissen auch auf der Fahrt durch den Fels der Eigernordwand viel Spannendes über diesen magischen Berg zu erzählen. Nicht weit entfernt, von Wilderswil bei Interlagen ausgehend, klettert eine nostalgische Zahnradbahn mit putzigen, rund hundertjährigen Elektrolokomotiven auf 2.000 Meter Meereshöhe zur Schynigen Platte. Dort erwartet den Gast neben einem Aussichtsrestaurant ein frei zugänglicher Alpengarten. Erinnerungen an den Kampf über dem Abgrund. In den Seilen der Schwebebahn auf dem Piz Gloria, hoch über dem gähnenden Abgrund kam es zum erbitterten Kampf zwischen James Bond und seinem Widersacher. Viele mögen sich an spannende Szenen aus dem 1968 gedrehten Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ erinnern. Wer den Originalschauplatz, er heißt in Wirklichkeit Schilthorn, aufsucht, ist erst einmal vom Panorama hingerissen. Schon die Postkartenkulisse mit Eiger, Mönch und Jungfrau ist die Reise wert. Und die Fahrt auf den knapp 3.000 Meter hohen Gipfel der Berner Alpen mit dem legendären, auch vom Film bekannten Drehrestaurant, ist ein weiteres Erlebnis. Auch hier versprechen zwei Routen viel Abwechslung. Sei es ab Lauterbrunnen mit der topmodernen Schwebebahn und anschließend mit der Panoramabahn in den autofreien Ferienort Mürren, oder ab Stechelberg, im Tal der Wasserfälle die senkrechten Felswände überwindend.
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Großer Aletschgletscher

Großer Aletschgletscher zum Greifen nah. Zu den beeindruckendsten Natursehenswürdigkeiten der Alpen zählen die Eisströme. Der größte unter Ihnen, der große Aletschgletscher im Kanton Wallis, trägt das Unesco Weltnaturerbelabel sicher zu Recht. Dank den Bettmeralp-Bahnen erreicht man mühelos die atemberaubende Szenerie. Inmitten der wilden Berglandschaft weitab rastloser und lärmiger Zivilisation empfängt den Gast eine wohltuende Ruhe in würziger Alpenluft. Die Bahn bietet Busreisegruppen ab der Talstation im Goms, dem oberen Teil des Rhonetals, wo der Glacier Express vorbeizieht, ein Sonderangebot unter dem Namen „Erlebnis Bettmerhorn“. Es umfasst zu einem Sparpreis die Bahnfahrt bis zum 2.650 Meter hohen Bettmerhorn inklusive Mittagessen im dortigen Bergrestaurant, Eintritt in die Eiswelt sowie Gratisparkplatz an der Talstation. Mit dem Feuerross dampfend zum Gipfel. Gerade in der Schweiz, wo praktisch hundert Prozent der Bahnen elektrisch betrieben werden, ist die Brienzer Rothorn Bahn eine Sensation. Seit ihrer Eröffnung 1891 schieben kleine Dampflokomotiven ihre Wagen ab dem Bahnhof und Schiffslandesteg von Brienz am gleichnamigen See über das schmale Zahnradbahngleis auf den 2.350 Meter hohen Gipfel. Hier, wo sich die Grenzen der Kantone Bern, Luzern und Obwalden treffen, schweift der Blick über extreme landschaftliche Gegensätze mit dem tief unten glitzernden See, den vergletscherten Berner Alpen im Süden bis zu den unzähligen kleinen Täler in der nördlichen Voralpenregion. Dass die heutigen Dampfrösser recht jung sind, mag erstaunen. Die raffinierten Konstruk­tio­nen erlauben einen wirt­schaft­li­chen, aber vom Erlebnis her eine nostalgisch schöne Fahrt. Nur bei Hochbetrieb hel­fen Die­sel­­loks aus. Andererseits schnau­­­fen immer wieder die bis zu 118-jährigen Originallokomotiven zuverlässig den Berg hinauf. Besonders ab­wechs­lungs­reich wird der Aus­flug, wenn er mit der Schwe­bebahn vom lu­zernischen Sö­ren­berg zu einer Rund­fahrt kombiniert und dadurch zusätzlich aufgewertet wird.
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Pilatus im Zentrum der Goldenen Rundfahrt

Luzern am prächtigen Vierwaldstättersee lädt zur Goldenen Rundfahrt auf seinen Hausberg, dem 2.132 hohen Pilatus ein. Mit zwei verschiedene Bergbahnen lässt sich der majestätische Aussichtsberg mühelos erzwingen. Auf diese Weise können die Besucher eine abwechslungsreiche Rundfahrt absolvieren. Man fährt mit der weltweit steilsten Zahnradbahn durch Wälder, über Alpweiden mit Alpenrosen und Enzianen, passieren senkrechte Felswände und begegnen auch mal Gemsen und Steinböcken. Wir erleben von der Schwebebahn der nördlichen Bergflanke aus eine nicht minder atemberaubende Szenerie mit Blick auf die Stadt und dem glänzenden See. Dazwischen ein entspannender Gipfelaufenthalt mit einer Rundumsicht über eine der schönsten Schweizer Szenerien, garniert von 73 Berggipfeln. Und dies bei einem feinen Mittagessen mit lokalen und internationalen Köstlichkeiten als Gruppenarrangement.
© Foto: Omnibusrevue

Vierländerblick mit neuem Drehrestaurant

Seit letztem Sommer lockt der hoch über dem Rheintal thronende Hoher Kasten mit einer komplett neu gestalteten Anlage auf dem fast 1.800 Meter hohen Gipfel. Absolutes Highlight ist das moderne Drehrestaurant, das wechselnde Blicke vom Alpsteingebirge über die Landschaften von vier Ländern eröffnet: Schweiz Deutschland, Österreich und Fürstentum Liechtenstein. Dazu lädt der rund 5.000 Quadratmeter große Alpengarten mit unzähligen seltenen Gebirgspflanzen zum Verweilen ein. Die vom Appenzeller Dörfchen Brülisau ausgehende Schwebebahn erschließt gleichzeitig ein Wanderparadies mit schönen Fußwegen, die auch den idyllisch, von Wald und Alpweiden umgebenen Sämtisersee auf Schusters Rappen erreichen lässt.
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Wo Heidi zur Alp ging

Wo Heidi zur Alp ging. Schon die ersten Touristen hatten das Engadin als eines der schönsten Destinationen erkannt. Dass ausgerechnet hier Szenen für verschiedene Heidifilme gedreht wurden, ist bestimmt kein Zufall. So finden Gäste aus aller Welt immer wieder den Weg in das alpine Hochtal mit den illustren Orten wie St. Moritz und Pontresina. Die kürzlich zu den Engadiner Bergbahnen zusammengeschlossen Anlagen bringen im Winter unzählige Sportgäste in eine der prächtigsten und weitläufigsten Skigebiete der Alpen. Und im Sommer ermöglichen sie beliebte Ausflüge in die hochalpine und aussichtsreiche Gebirgswelt, die mehrere namhafte Künstler zu eindrucksvollen Werken beflügelte. Seit über 100 Jahren bringt die mehrfach erneuerte Standseilbahn Gäste auf die knapp 2.500 Meter hohen Muottas Muragl mit fantastischem Blick auf die Oberengadiner Seenlandschaft um St. Moritz Sils und Maloja einerseits und den höchsten Gipfel des Bernina Massivs andererseits. Noch näher in diese Szenerie führt die Diavolezza-Schwebebahn auf fast 3.000 Höhenmeter, direkt vor der schönsten Seite des Piz Palü. Die meist von hier aus startenden Bergsteiger lassen sich auf dem Weg über das ewige Eis mit dem bloßem Auge verfolgen. Sowohl die Muottas Muragl als auch die Diavolezza empfängt die Gäste mit gepflegten Gasthäusern, wo es sich auch in der Gruppe gut übernachten lässt.
© Foto: Swiss Image

Der Säntis hat es in sich

Auf dem Säntis ist wirklich viel los. Der dominante, 2.500 Meter hohe Gipfel mit den steilen Felsflanken ragt über die liebliche appenzellische Hügellandschaft mit den schmucken Dörfern. Die Schwebebahn-Talstation Schwägalp ist von zwei Seiten, einmal vom St. Gallischen Toggenburg oder von Norden über Urnäsch bestens erreichbar. Vor der eindrücklichen Fahrt, bei der sich oft Wildtiere beobachten lassen, empfiehlt sich ein Besuch der Alpkäserei. Der Gipfel bietet nicht nur einen 360 Grad Rundumblick der dank der exponierten Lage extrem weit reicht, sondern unzählige spezielle Einrichtungen. Dazu gehört das Gipfelrestaurant, wo an Vollmondtagen örtliche Livemusik das vielfältige Abendessen umrahmt. Für technisch Interessierte eröffnet die Bahn auch eindrückliche Blicke hinter die Kulissen. Wie ist wohl der hohe Sendemast verankert, was läuft in der legendären Wetterwarte alles ab, wie kommt das Wasser rauf und was passiert danach? Fragen die auf Rundgängen anschaulich und kompetent beantwortet werden. Männertraum Modelleisenbahn. Extra-Tipp: Um seinen Traum einer Modelleisenbahnanlage zu verwirklichen, machte sich Marc Antiglio im Kanton Fribourg ans Werk. Am Zeichentisch gewannen seine Ideen Gestalt. Die lang gehegten Gedanken wurden konkret. Im nächsten Schritt stellte er ein Arbeitsteam unter seiner Leitung zusammen, das seine Begeisterung und seine Qualitätsansprüche übernehmen sollte. Insgesamt beanspruchte der Bau der „Chemins de fer du Kaeserberg“ siebzehn Jahre Teamarbeit. Der technische Leiter und Mann der ersten Stunde, Jacques Cherbuin, hat eine Anlage geschaffen, die zuverlässig funktioniert. Das Highlight für Gruppen bietet 90-minütige Rundgänge. Die Cafeteria ist von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, Parkplätze stehen zur Verfügung. Gruppen ab 30 Personen auf auf Voranmeldung.
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