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Buskontrollen: Gravierende Mängel in Hessen

In Hessen wurden neben Verstößen der Lenk- und Ruhezeiten auch technische Defekte und illegale Einfuhren aus dem Ausland entdeckt (Symbolbild)
© Foto: Julian Stratenschulte/dpa/picture-alliance

Teils gravierende Mängel stellten Beamte des Polizeipräsidiums Südhessen bei Kontrollen vergangene Woche auf den Autobahnen rund um Darmstadt bei Reisebussen fest. Fast 10.000 Euro Sicherheitsleistungen wurden in der gut achtstündigen Kontrolle fällig.


Datum:
23.06.2022
Autor:
Mireille Pruvost
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Die Bilanz der Kontrolle: 13 Omnibusse und 195 Personen wurden laut einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Südhessen auf dem Gelände der Polizeiautobahnstation näher unter die Lupe genommen. Sieben Busse wurden von der Polizei beanstandet. Hier ein paar herausragende Fälle:

22 Stunden Fahrt ohne Pause sowie 90 Kilo Fleisch und Käse ungekühlt

Zwei Fahrer eines Reisebusses aus Osteuropa waren zum Kontrollzeitpunkt seit 32 Stunden nonstop unterwegs. Sie nahmen unterwegs ihre Schaublätter aus dem Fahrtenschreiber und stellten sich selbst Urlaubs- und Hotelbescheinigungen aus. Die Weiterfahrt wurde von der Polizei untersagt. Es wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 4.350 Euro fällig. Im Bus wurden weiterhin 90 Kilogramm Fleisch und Käse entdeckt, die nicht nach Deutschland hätten eingeführt werden dürfen. Die nicht industriell verpackten und nicht gekühlten Lebensmittel wurden sichergestellt. Es wurde Anzeige nach dem Tierseuchengesetz erstattet.


Zu hoher Türschließdruck verhindert die Weiterfahrt

Bei einem weiteren osteuropäischen Reisebus wurden gravierende technische Mängel an den Türen festgestellt. Der Türschließdruck war deutlich zu hoch. Hierdurch hätten erhebliche Personenschäden entstehen können. Auch hier untersagten die Ordnungshüter die Weiterfahrt. Zur Sicherung des Verfahrens wurden an Ort und Stelle über 700 Euro erhoben.


Nicht weiterfahren durften auch ein Busfahrer und seine Fahrgäste mit einem Omnibus, der neben abgefahrenen Reifen auch eine nicht einwandfrei funktionierende Bremse und Schäden an der Vorderachse aufwies. Die Kontrolleure erhoben 1.100 Euro Sicherheitsleistung.


Insgesamt wurden während der gut achtstündigten Kontrolle fast 10.000 Euro Sicherheitsleistungen fällig. Fünf Strafverfahren, unter anderem wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und Fälschung beweiserheblicher Daten sowie zwölf Bußgeldverfahren wurden eingeleitet.

In einem Linienbus saß zudem eine 31 Jahre alte Frau, die per Haftbefehl gesucht wurde. Sie konnte nach Begleichung der ausstehenden Geldstrafe von 6.00 Euro ihre Fahrt aber anschließend wieder fortsetzen.

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