Fahrgastrechte und Arbeitnehmerrechte dürften dabei allerdings nicht unter die Räder geraten. Fernbusse müssten zugleich auch der Mautpflicht unterworfen werden, forderten der ACE und die Gewerkschaft, die sich in einer am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung äußerten. Die von der SPD ausgesprochene Drohung, die für die Fernbuslinie erforderliche Änderung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) im Bundesrat zu stoppen, ist aus Sicht von Verdi und ACE „nicht nachvollziehbar“. Für das Argument, mit der Einführung von Fernbussen ginge eine Ausdünnung von Angeboten der Deutschen Bahn einher, fehlten die Belege. Man solle in der laufenden Debatte der politischen Versuchung widerstehen, zu Lasten von Busfahrgästen Strukturprobleme der Bahn lösen zu wollen, mahnten ACE und Verdi. Nach Ansicht beider Organisationen trage der Fernbuslinienverkehr vielmehr dazu bei, das Mobilitätsangebot in Deutschland sinnvoll zu ergänzen. Mit dieser Einschätzung befinde man sich auch auf einer Linie mit dem Bundesverband der Verbraucherzentralen. (ah)
ACE und Verdi grundsätzlich für Fernbusse
Die Gewerkschaft Verdi und der ACE Auto Club Europa haben Bedingungen an den von der Bundesregierung beschlossenen neuen Fernbuslinienverkehr geknüpft, dem Konzept aber grundsätzlich zugestimmt.