Weltweit litten Bus-, Taxi- und Güterverkehrsunternehmen unter den Auswirkungen der Explosion der Treibstoffkosten. In 2011 seien teilweise Steigerungen von 25 Prozent binnen drei Monaten zu verzeichnen gewesen. Die mittelständisch geprägte Omnibuswirtschaft in Deutschland komme durch die enorm steigenden Kraftstoffkosten zunehmend unter Druck. Ein großer Teil dieser Belastung bestehe in der ausgiebigen Besteuerung von Kraftstoffen durch die Mineralölsteuer, die Ökosteuer und der anschließenden Doppelbesteuerung durch die Mehrwertsteuer. Ausgehend von dem Steuerungswillen des Gesetzgebers durch Besteuerung von fossilen Brennstoffen auch die Wende zu einer nachhaltigen Mobilität herbeizuführen, verweist der bdo auf den nicht zu ersetzenden Beitrag, der durch die deutsche Omnibuswirtschaft geleistet werde. Zudem profitiere Deutschland mit über 200.000 Beschäftigungsverhältnissen durch den Bustourismus, wie eine aktuelle Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München (dwif) herausgefunden habe. Das deutsche Omnibusgewerbe, vertreten durch bdo, fordert die Politik auf, das umweltfreundlichste Verkehrsmittel durch eine 100-prozentige Rückerstattung der Mineralölsteurer zu entlasten und damit auch die Wende zu einer nachhaltigen Mobilität zu unterstützen. Ferner fordert der bdo, alle Pläne zu stoppen, welche das Straßentransportgewerbe mit zusätzlichen Kosten, Steuererhöhungen oder der Anrechnungen der höchst umstrittenen sogenannten externen Kosten belasten würden. (ah)
bdo beschließt Resolution zur aktuellen Situation der Treibstoffkosten
Anlässlich seiner Delegiertenversammlung am 16. März 2011 in Berlin verabschiedete der bdo eine Resolution zur aktuellen Situation der Treibstoffkosten.