Eine geplante neue App für die Kunden der Hamburger Hochbahn hat bislang rund 1,8 Millionen Euro gekostet. Wie teuer das Projekt „MAX“ insgesamt werden wird, konnte der Senat auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Philipp Heißner nicht sagen. Die Kosten würden maßgeblich von den Funktionalitäten der Plattform bestimmt. Die App soll eine gemeinsame Plattform für Bus, Bahn und geteilte Mobilitätsangebote wie Carsharing sein. Durch Kooperationen mit anderen deutschen Verkehrsunternehmen will die Hochbahn die finanziellen Lasten auf mehrere Schultern verteilen.
Kooperation mit anderen Unternehmen
„Ein Ziel der MAX-App ist, die Kosten, die derzeit bei der Hochbahn anfallen, auf mehrere Verkehrsunternehmen zu verteilen und damit zu einer deutlichen Senkung der Kosten bei der Hochbahn zu kommen“, erklärte der Senat. Im vergangenen Herbst hatte das kommunale Unternehmen eine Zusammenarbeit mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bekanntgegeben. In der vergangenen Woche unterzeichneten die drei Unternehmen eine Absichtserklärung mit der Düsseldorfer Rheinbahn. Bei der Kooperation soll es auch um die Entwicklung von Standards für das autonome Fahren und für Vertriebssysteme gehen.
Zeitpunkt der Einführung ist offen
Die Hochbahn hat bereits eine App für den Hamburger Verkehrsverbund entwickelt, die HVV-Switch-App. Mit dieser App können Kunden Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr finden, fahrende Busse in Echtzeit erkennen, Tickets kaufen oder auch kündigen. Leihwagen, Sammeltaxis und E-Roller können ebenfalls gebucht werden. Die neue MAX-App wurde im Juni vergangenen Jahres auf dem Mobilitätskongress UITP in Hamburg vorgestellt. Ursprünglich sollte sie im ersten Halbjahr 2026 eingeführt werden. Inzwischen heißt es, über die Einführung und zukünftige Entscheidungsstrukturen werde derzeit beraten.