Mit 110 Ausstellern und rund 1600 Teilnehmer verzeichnet die mobility move 2026 ein Rekordergebnis. Vom 10. bis 12. März 2026 diskutieren in Berlin Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über die Zukunft von Bus, Infrastruktur und Digitalisierung. „Die mobility move steht für einen Wandel, den wir als Branche gemeinsam gestalten müssen. Dass wir heute einen solchen Ansturm erleben, zeigt: Die Relevanz ist da. Wir haben die Teilnehmerzahlen innerhalb von 16 Jahren verzwanzigfacht – eine Erfolgsgeschichte ohne Beispiel“, sagte Ingo Wortmann, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Zum 16. Mal bringt die mobility move in diesem Jahr Branche, Industrie und Politik zusammen. Die Veranstaltung ist eine Initiative von VDV und DEVK und wird vom Forum für Verkehr und Logistik gemeinsam mit der VDV-Akademie organisiert.
Fünf Fachforen mit 100 Programmpunkten
Die fünf Fachforen sind laut VDV dabei „mehr als ein Kongressprogramm – sie sind die strukturierte Antwort der Branche auf Fachkräftemangel, Finanzierungsdruck, Klimaziele und Digitalisierungsschub“. Das Konferenzprogramm erstreckt sich über drei Tage, fünf Fachforen und mehr als 100 Programmpunkte. Im Mittelpunkt stehen Themen wie E-Bus und Antriebswende, Autonomes Fahren, KI und Digitalisierung sowie die Modernisierung von Infrastruktur und Betriebshöfen. Das Forum „KI und Digitalisierung“ startete bereits am 10. März und ging am Abend in die mobility move night über.
Ein Fokus auf dem Thema Fachkräftebindung
Ein Thema auf der mobility move ist die Fachkräftebindung. Bereits heute fehlen bundesweit zehntausende Busfahrer. Gleichzeitig scheiden bis 2030 jährlich viele tausende Mitarbeiter im Fahrdienst altersbedingt aus. Trotz der gegenwärtigen Atempause am Arbeitsmarkt drohen laut VDV „ohne wirksame Gegenmaßnahmen Angebotskürzungen, Verlängerung von Takten und zusätzliche Belastungen für die bestehenden Teams – mit unmittelbaren Auswirkungen auf Qualität, Verlässlichkeit und Attraktivität des ÖPNV“. Auf der mobility move stehen neben digitalen Rekrutierungsansätzen wie Visabee Qualifikation, internationale Fachkräftegewinnung, moderne Arbeitsbedingungen und geeignete politische Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Die Sicherung von Personal sei „nicht nur betriebliche Aufgabe, sondern eine zentrale verkehrs- und arbeitsmarktpolitische Weichenstellung“, so der VDV. Im Vorfeld des Branchentreffs wurde der Startschuss für den Fahrgastwettbewerb „LieblingbusfahrerIn“ gegeben.