Auf Vorschlag der BVG wurden Teams aus Fachleuten von Mercedes, der BVG und gemeinsam beauftragten externen Gutachtern wie zum Beispiel der DEKRA gebildet, die alle Busse der Serie prüfen. Aktuell sind bereits 30 Fahrzeuge untersucht worden und wieder im Verkehr. Auslöser der außergewöhnlichen Maßnahme waren fünf Brände in Citaro-Bussen dieses Baujahrs. Bislang können noch keine endgültigen Aussagen zu einer möglichen Brandursache getroffen werden. Die Busse haben laut BVG durchschnittlich eine Laufleistung von 500.000 bis 600.000 gefahrenen Kilometern. Unter den als besonders hart geltenden Berliner Verkehrsbedingungen, bei denen ein Bus alle 350 Meter an einer Haltestelle stoppe und wieder anfahre, sowie dem ständigen Stopp and Go-Verkehr führen die Fahrzeuge dabei täglich zwischen 200 und 250 Kilometern. Entsprechend belastet seien Motoren und Aggregate. Deswegen unterlägen alle BVG-Busse nicht nur den gesetzlichen Wartungsintervallen, drei Sicherheitsuntersuchungen und einer Hauptuntersuchung pro Jahr, sondern alle Fahrzeuge gingen bisher mindestens alle sechs Wochen zusätzlich noch einmal zu einer Qualitätsprüfung in die Werkstatt. Die BVG wollen das Intervall als Reaktion auf die Ereignisse auf zukünftig vier Wochen verkürzen. Des Weiteren werde die gesamte Werkstattlogistik überprüft. (ah)
Brandursache bei BVG-Bussen weiter offen
Nachdem die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Ende Oktober 91 Citaro-Busse (12 Meter) des Baujahrs 2002 aus dem Verkehr gezogen haben, laufen die Untersuchungen in den BVG-Werkstätten und Fachwerkstätten von Mercedes mit Hochdruck.