Busfahrer durch Laserpointer-Angriff verletzt

26.08.2010 13:22 Uhr

Nachdem bereits vermehrt Flugzeug- und Hubschrauberpiloten von Laiserpointern geblendet wurden, traf es jetzt einen Berliner Busfahrer.

Der 44 Jahre alte Fahrer der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) war in der Nacht zum vergangenen Donnerstag in Berlin-Wilmersdorf unterwegs, als ihn kurz hinter dem Adenauerplatz ein Lichtstrahl direkt ins rechte Auge traf. Der Mann konnte den Bus der Linie M 29 jedoch anhalten, ohne dass es zu einem Unfall kam. Wegen anhaltender Schmerzen brachten ihn Rettungskräfte anschließend in eine Klinik. Eine vom Busfahrer beobachtete Gruppe von vier bis fünf Jugendlichen, die er als Täter vermutete, konnte indes unerkannt entkommen. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und gefährlicher Körperverletzung. Schon Mitte August war es in Berlin zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Ein 28-jähriger BVG-Busfahrer der Linie M41 hatte zunächst den PKW des späteren Angreifers überholt. Der PKW-Fahrer beschleunigte daraufhin seinen Wagen bis auf Höhe der Fahrerkabine und richtete mehrmals hintereinander den Laserpointer auf die Augen des Fahrers. Der Buschauffeur setzte seine Fahrt bis zum Hauptbahnhof fort, musste von dort aber wegen starker Kopfschmerzen in ein Krankenhaus gebracht werden. Trifft ein Laserstrahl versehentlich in das Auge, wird normalerweise durch die Blendung innerhalb von etwa 0,25 Sekunden die natürliche Lidschlußreaktion ausgelöst. Dadurch ist das Auge bei zufälligem, kurzzeitigem Hineinschauen in die Laserstrahlung geschützt, wenn deren Leistung ein Milliwatt nicht überschreitet. Laserpointer einer höheren Bestrahlungsstärke gelten als gefährlich, da bei einer Einwirkung auf das Auge der Lidschlußreflex keinen ausreichenden Schutz bietet. Auch wenn in Deutschland der Verkauf von Laserpointern mit einer Leistung von über einem Milliwatt verboten ist, können stärkere Geräte leicht über das Internet beschafft werden. (ah)

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