Da immer mehr Busfahrer in Berlin angegriffen werden, denken die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nun erneut darüber nach, geschlossene Fahrerkabinen einzuführen. „Wir befassen uns damit, wie sich ein besserer Schutz der Fahrer mit dem EU-Recht, aber auch mit den Interessen des Personals vereinbaren lässt“, so BVG-Sprecherin Petra Reetz gegenüber der Berliner Zeitung. Laut EU-Recht sind Kabinen nur zulässig, wenn der Fahrerplatz eine Tür direkt nach draußen erhält. Doch die BVG sucht Lösungen, die ohne diese teure Nachrüstung auskommen und trotzdem rechtskonform sind – etwa durch leicht zu öffnende Kabinentüren in den Bus hinein. Viele Fahrer würden sich aber in Kabinen unwohl fühlen, so Reetz, vor allem wegen der Lichtreflexionen. 2006 hat die BVG 198 Angriffe auf Busfahrerinnen und Busfahrer registriert, bei denen Krankmeldungen oder Klinikaufenthalte die Folge waren. Das waren 13 Übergriffe mehr als im Vorjahr.
BVG denkt wieder an Fahrerkabinen
Berliner Verkehrsbetriebe wollen auf steigende Zahl von Angriffen auf Fahrer reagieren