Dittmeier lässt Kamera speziell für Busse entwickeln

09.10.2012 16:00 Uhr
SiDi-Cam von Dittmeier
© Foto: Dittmeier

Für das Problem der unklaren Beweislage und der daraus folgenden Haftung des Busses für Unfallschäden stellt der Würzburger Versicherungsmakler Dittmeier eine Videokamera-Lösung vor.

Die SiDi-Cam ist eine kleine Spezial-Videokamera, die Dittmeier für die Bedürfnisse von Omnibusunternehmen weiterentwickeln ließ. „Jeder Busunternehmer kennt das: Wenn es bei strittigen Unfällen keinen Zeugen gibt, steht meistens Aussage gegen Aussage", erläutert Thomas Dittmeier, Geschäftsführer der Dittmeier Versicherungsmakler GmbH. „Bei Kollisionen mit Pkw, Fußgängern oder auch Radfahrern wird dann oft dem Bus wegen der höheren Betriebsgefahr die Schuld zugesprochen. Um die Abläufe nachvollziehen zu können und damit die Beweislage zu verbessern, empfehlen wir die spezielle Videokamera SiDi-Cam."

Zu den Kosten, die nach einem Unfall auf das Busunternehmen oder seine Versicherung zukämen, gehörten unter anderem: Nutzungsausfall, Wertminderung, Gutachterkosten, Anwaltsgebühren, Auslagenpauschalen, Abschleppkosten sowie Mietwagen. Ohne Beweise bliebe der Versicherung meist gar nichts anderes übrig, als diese Kosten zu bezahlen.

Der Grundgedanke: Eine Kamera, die das Unfallgeschehen aufgenommen hat, liefert Beweise und hilft bei der Klärung der Schuldfrage. Auch bei Fahrgastunfällen in Linienbussen, für die möglicherweise ein anderer Verkehrsteilnehmer verantwortlich ist – etwa beim Ausbremsen des Busses durch einen spurwechselnden Pkw – kann die Kamera helfen, den eigentlichen Verursacher zu ermitteln. Die Forderungen des verletzten Fahrgastes können dann oftmals bei dem Versicherer des anderen Beteiligten regressiert werden, so das Versicherungsunternehmen. Durch solche technischen Maßnahmen könnten die Schadenkosten deutlich reduziert werden. So sei es Dittmeier bereits gelungen, mit Hilfe der Spezialkamera für Omnibusse bei Unfällen mit strittiger Haftung die Unschuld des Busfahrers zu beweisen und damit hohe Schadenzahlungen abzuwenden.

Die Kamera zeichnet als elektronischer Unfallzeuge automatisch die Verkehrssituation vor dem Omnibus auf. Sie filmt den Unfall und dessen Begleitumstände und speichert alle relevanten Informationen, zum Beispiel auch die Geschwindigkeit des Busses. Die Auswertung kann das Omnibusunternehmen in Einzelbildern oder als Videofilm selbst über einen PC vornehmen. Bei der Entwicklung dieser Spezialkamera für Omnibusse wurden Vorschläge von Busunternehmern aufgegriffen. Die Kamera stellt Dittmeier seinen Kunden zur Verfügung. Der besondere Vorteil sei, dass Dittmeier für seine Kunden mit verschiedenen Versicherungen Zuschüsse ausgehandelt habe, so dass dieses System gegen geringe Nutzungspauschalen überlassen werden könne. (ah)

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