Der Deutsche Landkreistag (DLT) und der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) haben eine Zusammenarbeit zum Wohle der Fahrgäste vereinbart. In einem Gespräch stellten bdo-Präsident Wolfgang Steinbrück und DLT-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Günter Henneke fest, dass die politische Einigung über die neue EU-ÖPNV-Ordnung eine gute Basis für die Kooperation zwischen kommunalen Aufgabenträgern und Busunternehmern biete. Die Landkreise müssten entscheiden, welches ÖPNV-Angebot sie für ihre Bevölkerung bereitstellen und finanzieren könnten. Die Verkehrsunternehmen konzentrierten sich auf die Planung und Erbringung der Verkehrsleistungen. Beide Seiten sind sich einig, dass es nicht darum gehen könne, einen Behörden-ÖPNV zu etablieren, bei dem die Aufgabenträger die Planung an sich ziehen. „Das Eigeninteresse der Verkehrsunternehmen an Qualität und Fahrgastzahlen muss unbedingt erhalten bleiben", so Henneke. Besorgt äußerten sich die Gesprächspartner über die Kürzungen der ÖPNV-Mittel. Sie appellierten an die Länder, die ihnen gerade vom Bund übertragene Kompetenz zur Regelung der Schülerbeförderung nicht zu weiteren Einschnitten zu nutzen. Zudem müssten die zusätzlichen Einnahmen durch die Mehrwertsteuererhöhung wieder in den Nahverkehr fließen. Den Bundesfinanzminister forderten die Verbandsvertreter auf, die dem Bundesrat gegebene Zusage einzulösen, ab 2009 einen Ausgleichsbetrag von 500 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.
DLT und bdo gemeinsam für die Fahrgäste
Der Deutsche Landkreistag (DLT) und der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) haben eine Zusammenarbeit zum Wohle der Fahrgäste vereinbart.