Doppeltes Jubiläum beim VVS

18.09.2013 16:58 Uhr
35 Jahre VVS 20 Jahre Verbundstufe II
© Foto: VVS

Vor 35 Jahren ist der VVS-Gemeinschaftstarif im Verbundgebiet eingeführt worden, vor 20 Jahren wurden die regionalen Busunternehmen in den Tarif integriert.

Mit einem einzigen Ticket können die Fahrgäste seit 1. Oktober 1978 die Busse und Bahnen der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), die S-Bahnen und Nahverkehrszüge der damaligen Bundesbahn sowie die meisten der Bahnbusse, wie sie damals noch hießen, nutzen. Der VVS war damit einer der ersten Verkehrsverbünde in Deutschland. Die volle Verbundwirkung („Nahverkehr aus einem Guss“) brachte aber erst die Einführung der Verbundstufe II vor 20 Jahren, als auch die regionalen Busunternehmen in den VVS-Tarif integriert wurden. Seit dem 1. Oktober 1993 gilt der VVS-Tarif in allen Bahnen und Bussen der fast 40 Verkehrsunternehmen im Verbundgebiet. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums zur Vollintegration haben sich am kürzlich Vertreter von Verkehrsunternehmen, Finanzierungs- und Aufgabenträgern, und Partnern des VVS zu einem „Fotoshooting“ mit rund 30 Bussen im Innenhof des Ludwigsburger Schlosses getroffen.

Beim Empfang würdigte Ludwigsburgs Landrat Dr. Rainer Haas das gute Miteinander innerhalb der VVS-Familie: „Der unbestreitbare Erfolg des ÖPNV wäre ohne die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen nicht möglich gewesen.  Natürlich gab es wie in jeder guten Ehe ‚Auf und Abs’ – jeder muss schließlich seine Rolle spielen. Wir Verbundlandkreise haben den festen Willen, die bewährte Zusammenarbeit mit den Unternehmen fortzusetzen und den erfolgreichen Weg gemeinsam weiter zu gehen. Dass der ÖPNV im VVS-Gebiet – trotz vereinzelt anderslautender Stimmen – aus einer Hand passgenau auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort abgestimmt ist, freut mich besonders.“

Die Gründung des VVS mit seiner „ersten“ Verbundstufe und der Einweihung der ersten S-Bahn in Baden-Württemberg war im Jahr 1978 für den öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg ein großer Schritt nach vorn. Ab 1982 galt dann der „Übergangstarif“ als Vorstufe zur tariflichen Vollintegration der Busse in den Landkreisen. Schüler und Berufstätige konnten mit ihrer Zeitkarte alle Bahnen und Busse der rund 40 Verkehrsunternehmen in der Region nutzen.  Zum 1. August 1990 wurden der Stadtverkehr in Leonberg, 1992 die END-Verkehre vorab in den VVS-Gemeinschaftstarif integriert. Die Arbeiten für die volle tarifliche Einbeziehung der Busverkehre in den VVS dauerten fast drei Jahre (1990 bis 1993). Die umfangreichen Verbundverträge wurden am 24. September 1993 in Anwesenheit des damaligen Verkehrsministers Hermann Schaufler unterzeichnet, bevor am 1. Oktober 1993 endlich auch die Fahrgäste in den Verbundlandkreisen in den Genuss eines einheitlichen Fahrscheins kamen. Der VVS gilt heute als einer der erfolgreichsten und leistungsfähigsten Verbünde in Deutschland. Seit seiner Gründung vor 35 Jahren als vierter Verbund in Deutschland nach Hamburg, München und Hannover haben sich die Fahrgastzahlen nahezu verdoppelt. Im letzten Jahr sind rund 338 Millionen Fahrten innerhalb des Verbundgebiets unternommen worden. 2013 sind die Fahrgastzahlen weiter gestiegen. (ah)

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