Das beliebteste Verkehrsmittel bleibt mit weitem Abstand der eigene Pkw, so das Ergebnis der diesjährigen Mobilitätsstudie der HUK Coburg. Über drei Viertel (76 Prozent) sagten, dass das Auto – unabhängig von der Art des Antriebs – auch in den nächsten fünf Jahren ihre Kriterien für die Wahl des Verkehrsmittels am besten erfüllen werde. Der öffentliche Verkehr wird von einer großen Mehrheit als wenig attraktiv angesehen: Nur 16 Prozent nannten die Bahn, 13 Prozent Tram und S-Bahn, und gerade einmal 12 Prozent den Bus. Laut Umfrage ist sogar das Fahrrad – das ebenso wie die Bahn von 16 Prozent genannt wurde, beliebter als der ÖPNV. Gleichzeitig finden große Mehrheiten, dass der Staat den öffentlichen Verkehr verbessern beziehungsweise attraktiver machen sollte: Jeweils gut zwei Drittel befürworteten kostenlosen Nahverkehr und eine höhere Taktung im Bus- und Bahnverkehr.
Nur wenig Vertrauen in die Bahn
Gerade dramatisch ist der Vertrauensverlust in die Bahn. Mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung vermeidet laut der Umfrage wegen der chronischen Verspätungen und Pannen die Fahrt mit der Bahn. Und über ein Viertel geht Zugfahrten zumindest vor wichtigen Terminen aus dem Weg, um nicht unpünktlich zu sein. „Haben sich Planungen für Bahnfahrten bei Ihnen durch die verbreiteten Pünktlichkeitsprobleme verändert“, lautete die entsprechende Frage an die Teilnehmer. Das beantworteten 35 Prozent mit: „Ich versuche Bahnfahrten, wenn irgend möglich zu vermeiden.“ 28 Prozent gaben an, bei Bahnfahrten mittlerweile einen größeren Zeitpuffer zu kalkulieren, und 26 Prozent antworteten, dass sie wichtige Termine nicht mehr mit der Bahn planen.
Folgen des Iran-Krieges noch nicht berücksichtigt
Das Umfrageinstitut YouGov befragte 4114 Teilnehmer im Auftrag der HUK im Januar und Februar, etwaige Auswirkungen des mit dem Iran-Krieg einhergehenden Anstiegs der Benzinpreise sind daher in der Umfrage nicht abgebildet. Die Ergebnisse sind laut HUK repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren sowohl bundesweit als auch in jedem einzelnen Bundesland.