Das diesjährige Motto lautete: „ÖPNV – für das ganze Land – mit dem Bus!“. In seiner Eröffnungsrede kam WBO-Vorstand Klaus Sedelmeier auch auf die momentane Situation im Tarifkonflikt zu sprechen und bedauerte, dass sich der Ton und das Verhalten von Verdi im Laufe der vergangenen Wochen unangemessen verschärft habe. Unschöne Szenen bei den Warnstreiks und persönliche Beleidigungen in Wort und Bild seien nicht die Mittel, einen Tarifkonflikt angemessen und erfolgreich zu Ende zu bringen.
Nicole Razavi, MdL, Sprecherin für Verkehr und Infrastruktur der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg, und Andreas Schwarz, MdL, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNE-Landtagsfraktion Baden-Württemberg, betonten in ihren Grußworten die Bedeutung mittelständischer Omnibusunternehmen im Land. Themen des ÖPNV-Kongresses waren unter anderem die neue Bildungspolitik der grün-roten Regierung Baden-Württembergs mit der Einführung der Gemeinschaftsschule und die Mobilität der Zukunft – auch vor dem Hintergrund der zur Neige gehenden fossilen Brennstoffe. Auch ein juristisches Thema durfte nicht fehlen: Ausführlich wurde die Novellierung des PBefG mit den konkreten Auswirkungen auf den einzelnen Omnibusunternehmer erörtert.
Anhand der Konus-Gästekarte wurde am Nachmittag die Einführung der kostenlosen Nutzung von Bus und Bahn im Nahverkehr für Feriengäste diskutiert, Echtzeitinformation und Anschlusssicherheit im ländlichen Raum sowie die Kundeorientierung als Leitprinzip des Omnibusunternehmens waren weitere Themen des Kongresses. In der Mittagspause nutzten die Teilnehmer ausgiebig die Möglichkeit des Netzwerkens.
„Wir haben mit unserer Themenauswahl erfolgreich das Interesse der Omnibusunternehmer und Geschäftspartner geweckt. Die Referenten sprachen die Sprache des Mittelstands. Wir sind in bewegten Zeiten auf dem richtigen Kurs!“, so Witgar Weber, Geschäftsführer des WBO. (ah)