„Deutschland hat durch die jahrelange strenge Regulierung einen unterentwickelten Fernbuslinienverkehr. Wer nun strategisch richtig und rechtzeitig in diesen Markt einsteigt, sichert sich Markterfolg und Gewinne“, sagt der Leiter des Bereichs Mobilität beim IGES Institut, Christoph Gipp. Auf geeigneten Strecken könne ein Marktanteil von mehr als 25 Prozent erreicht werden. Große Potenziale sieht Gipp im Ausbau von Verbindungen zwischen mittelgroßen Zentren und Metropolen, wo die Deutsche Bahn viele Strecken ausgedünnt hat. Auch bei Flughafenanschlüssen sowie der Anbindung touristischer Regionen bestehe Bedarf. „Fernbusse sind in allen Bereichen eine sinnvolle und preisgünstige Alternative", so Gipp. Derzeit machten Linienbusse am gesamten Personenfernverkehr einen Anteil von 1,5 Prozent aus, der durch die Liberalisierung auf acht bis zehn Prozent steigen könne. „Die Entwicklungen bieten insbesondere auch Flughäfen und Airlines die Möglichkeit, durch neue Haus-zu-Flughafen-Verbindungen ihre Attraktivität zu steigern und neue Kunden zu gewinnen“, erläutert Gipp. (ah)
Fernbuslinienverkehr: IGES Institut sieht großes Umsatzpotenzial
Die geplante Öffnung des Fernbuslinienverkehrs birgt laut IGES Institut enorme Chancen für Unternehmen, Investoren und Verbraucher.