Gegenüber dem Jahr 2013 (8,2 Millionen Fernbusreisende) hat sich die Fahrgastzahl damit fast verdoppelt (plus 96 Prozent). Mit diesem starken Wachstum konnten die Fernbusse im Jahr 2014 ihren Marktanteil am gesamten Linienfernverkehr mit Bussen und Bahnen bei den Fahrgästen von 5,9 auf 11,0 Prozent erhöhen. Von den 16,0 Millionen Fahrgästen fuhren 12,0 Millionen (plus 80 Prozent) im Inlandsverkehr und 4,0 Millionen (plus 160 Prozent) im grenzüberschreitenden Verkehr. Anteilig lagen somit für 75 Prozent der Fernbusreisenden Start- und Zielort innerhalb Deutschlands. Die Fahrleistung der eingesetzten Busse stieg im Jahr 2014 um 103 Prozent auf 194 Millionen Buskilometer, von denen 76 Prozent auf inländischem Gebiet zurückgelegt wurden. Im Durchschnitt legten die Reisenden über 330 Kilometer je Fahrt zurück. Die insgesamt erbrachte Beförderungsleistung betrug damit 5,4 Milliarden Personenkilometer (2013: 2,7 Milliarden Personenkilometer). Bei den Fahrten war durchschnittlich über die Hälfte der Sitzplätze besetzt; der Auslastungsgrad der Busse lag im Jahr 2014 bei 51 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 wurden im Eisenbahnfernverkehr 129,0 Millionen Personen befördert, das waren 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Diese rückläufige Entwicklung wurde mitverursacht durch Verlagerungen zu den Fernbussen sowie durch streikbedingte und unwetterbedingte Zugausfälle, teilt das Statistische Bundesamt mit.
Zu den aktuellen Fernbuszahlen von Destatis sagt Matthias Schröter, Leiter Wirtschaft des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (bdo): „Die Verdopplung des Fernbusmarktes 2014 zeigt, dass mit dem Fernbus funktionierender Wettbewerb im gesamten Fernverkehrsmarkt erst möglich geworden ist. Mehr Menschen nutzen jetzt Bahn und Bus als vorher, beide Verkehrsmittel profitieren vom motorisierten Individualverkehr. Mit der Liberalisierung des Fernbusverkehrs hat die Politik also alles richtig gemacht. Denn der Wettbewerb macht die Bahn besser und schafft mehr Platz auf der Straße." (ah)