Flexible Flottenstrukturen für mehr Wirtschaftlichkeit

27.01.2011 17:13 Uhr
Flotte der RBA
©Foto: Andreas Heise

An der Fachhochschule Erfurt endet ein Forschungsprojekt, bei dem die Wirtschaftlichkeit des flexiblen Nahverkehrs untersucht worden ist.

Dabei entstand eine Software, die den Unternehmen eine Hilfe für die wirtschaftliche Planung solcher Transportangebote bietet. Das zweieinhalb Jahre andauernde Forschungsprojekt "Flexible Flottenstrukturen im regionalen Straßenpersonenverkehr (FloReSt)" wurde durchgeführt vom Institut Verkehr und Raum der Fachhochschule Erfurt, dem Verband Mitteldeutscher Omnibusunternehmer (MDO) sowie fünf regionalen, mittelständischen Busunternehmen aus Thüringen. Vor allem aufgrund zurückgehender Schülerzahlen sowie der Abwanderung stehen die Verkehrsunternehmen in ländlichen Räumen bereits seit einigen Jahren unter einem erheblichen Anpassungsdruck, so der MDO in einer Pressemitteilung. Zudem setze der europarechtliche Rahmen die Unternehmen unter einen wachsenden Kostendruck, um im Wettbewerb bestehen zu können. Gesamtziel des Vorhabens sei vor diesem Hintergrund die Entwicklung eines Planungs- und Handlungsleitfadens für kleine und mittlere Verkehrsunternehmen zur technisch-wirtschaftlichen Bewertung ihrer Flottenstrukturen gewesen. Schwerpunkt dieser Planungshilfe sei ein standardisiertes Berechnungsverfahren zur Abschätzung künftiger Erlöse und Kosten auf Basis konkreter unternehmensinterner Leistungs- und Strukturdaten. Die Verkehrsunternehmen können mit den beabsichtigten neuen Herangehensweisen in der Flottengestaltung betriebswirtschaftliche Potenziale ausschöpfen sowie Lösungsalternativen bewerten. Das Projekt kam auch zum Ergebnis, dass Kleinbusse nicht das Allheilmittel sind, um den Nahverkehr der Zukunft zu realisieren. Vielmehr sollten sich die Unternehmen über flexible Busflotten und die Einrichtung von Bedarfshalten auf die abnehmende Bevölkerung einstellen. "Ins Projekt sind wir mit der Auffassung gegangen, dass Kleinbusse das Transportmittel der Zukunft sind", sagte Matthias Gather der Ostthüringer Zeitung (OTZ). Heraus gekommen sei, was Busunternehmer im Vorfeld prophezeit hätten: Standardbusse werden auch in Zukunft das Rückgrat des Regionalbusverkehrs bilden. (ah)

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