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Hessen: Eine neue Betriebsrente für Busfahrer

Jochen Koppel (Verdi-Verhandlungsführer), Volker Tuchan (LHO-Geschäftsführer) und der LHO-Vorsitzende Karl Reinhard Wissmüller (v.l.n.r.) bei der Vertragsunterzeichnung
© Foto: LHO

Mit einer bundesweit bisher einmaligen Vereinbarung rufen die Gewerkschaft Verdi und der Unternehmerverband LHO in Hessen eine neue Altersvorsorge für Busfahrer ins Leben.


Datum:
10.09.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Hessens Busfahrer bekommen eine betriebliche Altersvorsorge. Eine entsprechende Vereinbarung haben der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) getroffen. Der Vertrag sieht den Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorge „BusRente Hessen“ für das Fahrpersonal vor, und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2020. Alle an den LHO-Tarifvertrag gebundenen Busunternehmen im ÖPNV beteiligen sich an dieser Branchenlösung, die der LHO als im deutschen Busgewerbe bislang einmalig bezeichnet.

Die Tarifpartner haben in kleinen Kommissionen – unterstützt von zwei externen Rentenexperten – eine Lösung gefunden. Die BusRente gilt für alle fahrenden Beschäftigten und Auszubildenden, die eine zweijährige Betriebszugehörigkeit haben und regelmäßig mindestens 60 Prozent im Linienverkehr arbeiten. Zusammen mit einem Versicherungspartner (Signal Iduna Leben) legen LHO und Verdi einen Rahmenvertrag vor, der die betriebliche Altersversorgung der beschäftigten Busfahrer sichert.

Die Beiträge zu diesem neuen Versorgungswerk setzen sich zusammen aus Leistungen der Arbeitgeber (künftig bis rund 120 Euro monatlich) und aus Eigenbeiträgen durch Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer. Der vom Arbeitnehmer umgewandelte Teil seines Entgeltes wird vom Arbeitgeber nochmals mit 20 Prozent bezuschusst.

Wertschätzung für das Busfahrpersonal

Die BusRente Hessen soll die Altersversorgung der Busfahrer zusätzlich zur gesetzlichen Rente sichern, erklärte der LHO-Vorsitzende Karl Reinhard Wissmüller bei der Unterzeichnung des Vertrages im House of Logistics and Mobility (Holm) in Frankfurt. „Die betriebliche Zusatzrente dokumentiert unsere Wertschätzung für das Busfahrpersonal und ist eine Anerkennung für deren täglich anspruchsvolle Arbeit“, sagte Wissmüller.

Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel betonte: „Wir packen ein Problem an, das viele Beschäftigte in der Busbranche bewegt. Und wir bieten eine praktikable Lösung, die auch dazu beiträgt, den Busfahr-Beruf attraktiver zu machen. „Dass wir das in Hessen hinbekommen haben, ist ein Riesenerfolg, der auch in anderen Bundesländern Beachtung finden wird.“

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