Die Fahrzeuge vom Typ Van Hool AGG300 (Länge: 24,785 Meter), die auf der meistbefahrenen Buslinie Europas im Einsatz seien, wiesen zu oft Defekte auf. Im Durchschnitt seien vier der 26 Fahrzeuge in der Wartung oder Instandhaltung. Damit seien nur 85 Prozent der Doppelgelenkbusse im Einsatz. „Die Verfügbarkeit ist deutlich geringer als bei Standard-Gelenkbussen oder Solobussen“, sagte Hochbahnsprecher Christoph Kreienbaum gegenüber der Tageszeitung. Liege der Ausfall bei gewöhnlichen Bussen bei zehn Prozent, seien es bei den Doppelgelenkbussen 15 Prozent. Der Grund: Es gebe mehr Teile, die kaputtgehen könnten und verschlissen. Hinzu komme eine höhere Beanspruchung durch die Kurvenfahrten und Lenkung. Auch die Lebensdauer von etwa zehn Jahren sei bei einem knapp 25 Meter langen Bus deutlich kürzer als bei herkömmlichen 18-Meter-Bussen, die zwölf bis 13 Jahre hielten. Kreienbaum: „Wir sind nicht zufrieden.“ Die Hochbahn wolle die Busse bis 2015/2016 ersetzen. Es würden Gespräche mit Herstellern geführt, dabei stünden verschiedene Konzepte zur Diskussion. (ah)
Hochbahn: Probleme mit Doppelgelenkbussen von Van Hool
Die Hochbahn will sich von ihren Doppelgelenkbussen trennen, meldet das Hamburger Abendblatt.