„Obwohl wir der Arbeitnehmerseite heute noch einmal deutlich in Höhe und Laufzeit des Lohntarifvertrages entgegengekommen sind, um endlich zu einem Abschluss zu kommen, stehen wir weiter mit leeren Händen da. Die ganz offen zur Schau gestellte Verweigerungshaltung von ver.di macht uns sprachlos, aber auch ratlos. Es ist schwierig, einem Verhandlungspartner gegenüber zu sitzen, der offenbar nicht verhandeln will, sondern auf Maximalpositionen verharrt“, so der Vorsitzender des Omnibus Verbands Nord (OVN) und Verhandlungsführer Klaus Schmidt.
„Die Möglichkeiten, unser bereits in vier Verhandlungsrunden immer wieder nachgebessertes Angebot in Höhe und Laufzeit auch weiterhin anzuheben, sind inzwischen ausgeschöpft, ohne dass sich die Arbeitnehmerseite bislang bewegt hat. Sogar das Entgegenkommen, unsere Busfahrer im Stadtverkehr und in der Fläche künftig gleich zu entlohnen, hat die Verhandlungsstarre bei ver.di nicht auflösen können. Dafür haben wir keinerlei Verständnis“, so Schmidt.
Die Arbeitgeber haben ver.di eine Lohnerhöhung im Gesamtvolumen von 4,9 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten. Zudem soll dabei das Lohnniveau der Busfahrer in der Fläche bereits nach zwölf Monaten jenem der Busfahrer im Stadtverkehr angepasst sein. Dies galt bislang als zentrale Forderung von ver.di. Nun haben sich die Verhandlungspartner erneut vertagt. (akp)
Keine Tarifeinigung im Norden
Auch die vierte Verhandlungsrunde über einen neuen Lohntarifvertrag im privaten Omnibusgewerbe im Norden brachte keine Einigung.